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Mehr sozialer Wohnungsbau in Hann Münden geplant

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Von: Thomas Schlenz

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Blick auf Hann. Münden: Unser Luftbild zeigt die Innenstadt. In der Bildmitte rechts ist das Schloss zu sehen, oben rechts der Tanz- und der Doktorwerder.
Blick auf Hann. Münden: Unser Luftbild zeigt die Innenstadt, rechts ist das Schloss zu sehen. Neue Wohngebiete entstehen aber derzeit außerhalb der Kernstadt in den Stadtteilen. © Ekkehard Maass

Der Rat der Stadt Hann. Münden berät über neue Wohngebiete. Unter anderem soll der soziale Wohnungsbau gestärkt werden.

Hann. Münden – Der Stadtentwicklungsausschuss und der Umweltausschuss der Stadt Hann. Münden haben dem Rat neue Leitlinien für Wohngebiete vorgeschlagen. Mit aufgenommen wurde auch ein Verbot der sogenannten Schottergärten.

„Das war den Ausschussmitgliedern besonders wichtig“, so der Ausschussvorsitzende Kevin Barth (SPD). Insgesamt sollen künftig auf den Grundstücken 20 Prozent der Bruttogeschossfläche für den sozialen Wohnungsbau bereitgestellt werden. Künftig soll für Grundstücke mit Einfamilienhäusern die Grundstücksfläche auf 400 Quadratmeter reduziert werden, für Zweifamilienhäuser auf 600 Quadratmeter.

Außerdem soll die Geschossfläche je Gebäude und Grundstück bei Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern auf 250 Quadratmeter begrenzt werden.

Ein- und Zweifamilienhäuser sollen zweigeschossig sein. Mindestens 30 Prozent der sogenannten Grundflächenzahl soll künftig mit Fotovoltaikanlagen ausgestattet oder als Gründach ausgebildet werden.

Auch beim Thema Entwässerung sind Neuerungen geplant: So soll vorgeschrieben werden, dass mindestens 70 Prozent des auf dem Grundstück anfallenden Oberflächenwassers als Brauchwasser genutzt werden soll oder aber versickert werden soll, wenn der Boden dies zulässt. Der Ratsvorsitzende, Dr. Wilfried Kraft (SPD), hatte bereits in vorangegangenen Ausschusssitzungen Versickerungsflächen im Sinne einer Schwammstadt empfohlen, um zu verhindern, dass Oberflächenwasser zu schnell in die Gewässer abfließt.

Bei der Planung von Wohngebieten sollen zudem möglichst Mehrfamilienhäuser oder Flächen für alternative Bauvorhaben zum gemeinschaftlichen Wohnen angestrebt werden, heißt es in der Vorlage der Stadt. Außerdem sollen Flächen für Parkplätze auf ein Minimum reduziert werden sowie Fuß- und Radwegeverbindungen sichergestellt werden. Bei der Standortauswahl für Wohngebiete sollen Flächen mit vorhandener Infrastruktur in innerstädtischer Lage und vorhandene Erschließungsanlagen bevorzugt behandelt werden. (Thomas Schlenz)

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