Hann. Münden

Ehepaar hat wochenlang verzweifelt gesucht: Kater Mohrchen ist wieder zu Hause - „Mein größtes Geschenk“

Jetzt kann es bei Marlis und Alois John aus Benterode Weihnachten werden. Ihr seit Wochen verschwundener Kater ist wieder Zuhause.
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Jetzt kann es bei Marlis und Alois John aus Benterode Weihnachten werden. Ihr seit Wochen verschwundener Kater ist wieder Zuhause.

Elf Wochen haben Marlis und Alois John aus Benterode ihren sechs Jahre alten Kater verzweifelt gesucht. Nun ist er wieder da.

Für Marlis John aus Benterode ist der größte Weihnachtswunsch in Erfüllung gegangen. Ihr Mohrchen ist wieder da. Sie sei überglücklich, sagt die 74-Jährige. Seit Wochen haben sie und ihr Mann Alois John (75) verzweifelt nach ihrem schwarzen Kater gesucht und fast schon die Hoffnung aufgegeben, ihn wiederzufinden.

Es passierte Ende September, an dem Tag, als sie Mohrchen aus einer Katzenpension im Vellmarer Ortsteil Frommershausen abholen wollten. Sie hatten ihn dort für einige Tage untergebracht. Aber plötzlich war Mohrchen verschwunden, ist vermutlich mit jemanden aus der Pension herausgelaufen, der ebenfalls da war, um sein Tier abzuholen.

Jede Suche blieb erfolglos

Alles Suchen war vergeblich. Immer wieder sind Marlis und Alois John danach nach Frommershausen gefahren, um Mohrchen zu suchen, haben mit Helfern Flyer mit ihrer Telefonnummer und Angaben zu ihrem Mohrchen verteilt. 20 bis 25 Mal seien sie dorthin gefahren. Aber alles schien vergeblich gewesen zu sein, bis vor einigen Tagen der erlösende Anruf kam.

Jörg Brede (56) meldete sich aus Simmershausen, einem Nachbarort von Frommershausen, etwa zwei Kilometer entfernt. Er sei sich sicher, dass es Kater Mohrchen sei, der seit einigen Zeit immer mal wieder auf seinem Hof auftauchen würde. Brede hatte den Artikel in unserer Zeitung über Mohrchens Verschwinden und die große Suche der Familie John gelesen. 

Kater Mohrchen ließ sich zunächst nicht blicken

Er kennt sich mit Katzen aus, hat selber drei auf seinem Hof. Als er das Bild in unserer Zeitung sah, sei er sich sicher gewesen, dass es der vermisste schwarze Kater war. Er meldete sich noch am selben Morgen bei Marlis und Alois John. Aber als die beiden wenig später bei ihm in Simmershausen waren, und hofften, dass sie Mohrchen sehen würden, wurden sie enttäuscht. Der Kater ließ sich nicht blicken.

Das sei aber nicht ungewöhnlich gewesen, so Brede. Mohrchen sei sehr unregelmäßig gekommen. Blieb auch mal wieder längere Zeit weg. Zwei Tage später war es aber dann soweit. Mohrchen kam und Jörg Brede gelang es, ihn anzulocken, auf den Arm zu nehmen und in einen Schuppen zu bringen. 

Am Abend konnten sie Mohrchen in die Arme schließen

Er rief wieder an, aber diesmal war es Johns nicht möglich, sofort zu kommen. Sie waren auf dem Weihnachtsmarkt in Paderborn. Erst am Abend konnten sie Mohrchen schließlich wieder in die Arme schließen. „Es war toll“, beschreibt Brede den Moment. „Einfach herrlich.“

Mohrchen ist besonders für Marlis John fast unersetzlich. Sie hat sich im August einer schweren Operation unterziehen müssen, und der kleine Kater hat ihr über manchen Schmerz hinweggeholfen. Immer wenn es ihr nicht so gut ging, legte sich Mohrchen zu ihr auf die Couch, kuschelte sich an sie, als ob er ihr helfen wollte. „Es hat mich sehr beruhigt, wenn ich ihn streicheln konnte. 

Das war wie eine Therapie“, sagt Marlis John. Mohrchen wiederzubekommen, wäre für sie das größte Weihnachtsgeschenk, sagte sie vor etwa zwei Wochen. Der Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Nun kann es bei Familie John in Benterode richtig Weihnachten werden.

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