Lippoldshäuser Züchter Quer hat die schönsten in Deutschland

Meistertitel für Pfautauben aus Lippoldshausen

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Ausgezeichnete Vögel: Herbert Quer züchtet in Lippoldshausen Indische Pfautauben.   

Lippoldshausen. Sie sind schwarz-weiß und können ein schönes Rad schlagen: Indische Pfautauben. Mit ihnen ist Züchter Herbert Quer aus Lippoldshausen jetzt deutscher Meister geworden. 

Einen ganzen Raum nehmen die vielen Urkunden, Ehrenbänder und Pokale aus ganz Deutschland ein, die sich Rassegeflügelzüchter Herbert Quer aus Lippoldshausen in den vergangenen knapp 40 Jahren erfolgreicher Zuchtarbeit erarbeitet hat. Kürzlich kam eine ganz wichtige Auszeichnung hinzu: Herbert Quer, der schon als kleiner Junge Tauben hielt, ist Deutscher Meister im Züchten von Indischen Pfautauben.

Ende März kamen per Post endlich die begehrte Urkunde und das Ehrenband vom Verband Deutscher Rassetaubenzüchter VDT – den Meistertitel hatte er sich bereits Anfang Dezember 2017 in den Leipziger Messehallen geholt.

„Das war ein beeindruckendes Erlebnis“, erinnert sich Quer. Über 38 000 Tiere aller Rassen seien dort ausgestellt gewesen, in zwei Messehallen piepte, gurrte, gackerte und schnatterte es tagelang. Unter den Ausstellern waren auch 20 Züchter von Indischen Pfautauben aus ganz Deutschland mit zusammen 280 Tieren. Die bildhübsche, Jahrhunderte alte asiatische Taubenrasse wurde aus den USA nach Deutschland eingeführt und ist hier erst seit 1976 anerkannt. Quer züchtet die Rasse seit 2005, nachdem ihn die Zuchtanforderungen seiner zuvor gezüchteten Taubenrasse „Strasser“ zunehmend störten. Die nur halb so schweren Pfautauben, die mit dem Schwanz ein schönes Rad schlagen, habe er auf einer Ausstellung bei Hannover gesehen, sie gefielen ihm vom ersten Moment. Von den Pfautauben hält Quer nun zehn Brutpaare, in der Regel brüten die Tauben drei Mal pro Jahr. Nach zwei Wochen schon ist die künftige Federzeichnung zu erkennen.

Weil seine Bruten des vergangenen Jahres sehr erfolgreich verliefen und gute Tiere hervorbrachten, meldete sich Quer zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft in Leipzig an – und gewann als Neuling gleich den Meistertitel. Er siegte sowohl in der Gruppe der fünf besten Einzeltiere als auch beim Einzeltier selbst. „Ich habe zwar auf einen der vorderen Plätze gehofft, an den Meistertitel aber hab ich nicht geglaubt“, sagt Quer, der im Geflügelzuchtverein Niestetal organisiert ist. Umso mehr mache ihn das Ergebnis stolz und freue ihn. Ein Preisgeld ist mit dem Titel nicht verbunden, wohl aber Ruhm und Ehre für ein Jahr. Vielleicht seien seine Tauben ja dadurch etwas wertvoller geworden, ergänzt Quer, unter Züchterkollegen habe man aber ohnehin vereinbart, nicht mehr als 25 Euro pro Taube zu zahlen.

Neben den Pfautauben tummeln sich auf Quers Resthof in Lippoldshausen auch Hühner der Rasse „Große Orpington“, Prachtrosella-Sittiche, Nymphensittiche und Wellensittiche.

Ob er auch an der nächsten Deutschen Rassetaubenschau teilnimmt – diese soll übrigens im Januar 2019 in Kassel stattfinden –, kann er noch nicht sagen. Mit den Siegertieren des Vorjahres darf er nicht mehr teilnehmen, daher komme es jetzt auf die Jungtiere dieses Jahres an. Und die Tauben seien gerade mitten im Brutgeschäft. 

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