Rettungsaktion im Schendal

Happy-End für Minischwein: Moses findet neues Zuhause - Riskante Rettungsaktion bei B3

Minischwein Moses in seinem neuen Zuhause in Hemeln
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Minischwein Moses wurde im Schendal ausgesetzt. In Hemeln hat er nun ein neues Zuhause gefunden.

Da hat einer aber Schwein gehabt. Nachdem ein Minischwein einfach ausgesetzt wurde, hat das Kleine nun ein neues Zuhause gefunden. Inklusive Matschecke.

Hemeln/Schedetal – Das etwa zwölf Wochen alte, rosafarbene Minischwein Moses wurde vergangene Woche von seinen Besitzern in Schedetal in einem Karton ausgesetzt. Der Tierschutzverein Hann. Münden hat das kleine Ferkel nahe der Bundesstraße 3 auf Höhe der Klusteichen eingefangen. 

„Ein Schwein allein im Wald“. So beschreibt Nicole Herthum vom Tierschutzverein Hann. Münden die prekäre Situation, in der sich ein Minischwein vorige Woche im Schedetal befand.

Moses, so wurde das kleine, etwa zwölf Wochen alte Ferkel inzwischen getauft, wurde von seinen Besitzern in einem Karton im Schedetal ausgesetzt. Donnerstag, den 13. August, wurde es nahe der Klusteiche gesichtet. Durch eine Meldung im sozialen Netzwerk Facebook wurde der Tierschutzverein Hann. Münden auf das Minischwein aufmerksam und rückte gegen 17 Uhr zur „schwierigen Einfangaktion“ aus, berichtet Herthum.

Kaum saß er in der Box, mampfte er glücklich weiter seine Bananen.

Nicole Herthum

Nicole Herthum, Vorsitzende des Tierschutzvereins Münden, beschreibt die Rettungsaktion im Schedetal: Rund anderthalb Stunden habe es gedauert, das Tier einzufangen. „Zu unserem Entsetzen lief das Ferkel bereits an der verkehrsreichen B 3 herum.“

Minischwein Moses wurde ausgesetzt

Mit vereinten Kräften, drei Bananen und einer Handvoll gespendeter Johannisbeeren eines Radfahrers ließ sich Moses schlussendlich unter lautem Quieken einfangen. „Kaum saß er in der Box, mampfte er glücklich weiter seine Bananen“ so Herthum.

Zunächst herrschte Unklarheit, ob das Schweinchen entlaufen war oder ausgesetzt worden sei, erklärt sie. „Aber es trägt keine Ohrmarke. Und nach zahlreichen Telefonaten war klar, dass jemand das Tier ausgesetzt haben muss.“

Happy End für Minischwein: neues Zuhause in Hemeln

Bereits Donnerstagabend fand Moses sein neues Zuhause: Sarah Osenbrück nahm das kleine Ferkel auf. Sie und ihr Mann betreiben einen Bauernhof in Hemeln. „Wir haben den Kleinen Moses getauft, der wurde schließlich auch ausgesetzt“ erklärt Sarah Osenbrück die Namensgebung. Es sei Liebe auf den ersten Blick gewesen. Direkt hätte sie gewusst, dass sie das Minischwein nicht nur übergangsweise zur Pflege aufnehmen würde, sondern ihm ein dauerhaftes Zuhause geben wollte.

Für seine Leibspeise Weintrauben klettert Moses sogar der Volontärin Theresa Lippe aufs Knie.

„Das Tier ist kastriert und hat keine Angst vor Menschen, ich gehe davon aus, dass es von einem Züchter stammt und die Besitzer ihn als Haustier halten wollten“, sagt sie. Doch ein Schwein sei eben kein Hund. „Vermutlich haben sie das schnell gemerkt und ihn dann einfach ausgesetzt.“ Moses hatte Sonnenbrand, ein paar Kratzer an seinem Bauch und etwa 40 Zecken, die Sarah Osenbrück alle entfernt hat: „Ansonsten ging es ihm aber gut, er war nicht abgemagert“, sagt sie.

Zwei große Schwestern für Minischwein Moses

Die Frau aus Hemeln hat Erfahrung in der Haltung von Minischweinen. In ihrem Garten leben bereits die Schweine-Schwestern Elli und Ulla. Die beiden sind bereits vier Jahre alt und ausgewachsen: „Moses ist noch zu klein, um im selben Gehege zu wohnen“, erklärt sie die abgetrennten Bereiche. Häuschen, Planschbecken, Sonnensegel und eine Matschecke zum Suhlen hat das Ferkel jetzt zur freien Verfügung – Moses geht es bei Sarah Osenbrück sau gut.

Für Minischwein Moses gab es also ein Happy End: Er darf für den Rest seines Lebens auf dem Bauernhof der Familie Osenbrück leben. Zwar sei relativ eindeutig, dass Moses ein Minischwein sei, aber selbst wenn er sich irgendwann als Mastschwein entpuppen sollte, „geschlachtet wird Moses auf keinen Fall“, versichert Sarah Osenbrück.

Minischwein Moses findet neues Zuhause in Hemeln

Ferkel Moses auf einer Wiese in seinem neuen Zuhause in Hemeln.
Rosa und süß: Minischwein Moses © Theresa Lippe
Ferkel Moses auf einer Wiese in seinem neuen Zuhause in Hemeln.
Rosa und süß: Minischwein Moses © Theresa Lippe
Ferkel Moses auf einer Wiese in seinem neuen Zuhause in Hemeln.
Rosa und süß: Minischwein Moses © Theresa Lippe
Ferkel Moses auf einer Wiese in seinem neuen Zuhause in Hemeln.
Rosa und süß: Minischwein Moses © Theresa Lippe
Ferkel Moses auf einer Wiese in seinem neuen Zuhause in Hemeln.
Rosa und süß: Minischwein Moses © Theresa Lippe
Ferkel Moses auf einer Wiese in seinem neuen Zuhause in Hemeln.
Rosa und süß: Minischwein Moses © Theresa Lippe
Ferkel Moses auf einer Wiese in seinem neuen Zuhause in Hemeln.
Rosa und süß: Minischwein Moses © Theresa Lippe
Ferkel Moses auf einer Wiese in seinem neuen Zuhause in Hemeln.
Rosa und süß: Minischwein Moses © Theresa Lippe
Ferkel Moses auf einer Wiese in seinem neuen Zuhause in Hemeln.
Rosa und süß: Minischwein Moses © Theresa Lippe
Ferkel Moses auf einer Wiese in seinem neuen Zuhause in Hemeln.
Rosa und süß: Minischwein Moses © Theresa Lippe
Ferkel Moses auf einer Wiese in seinem neuen Zuhause in Hemeln.
Rosa und süß: Minischwein Moses © Theresa Lippe

Von Theresa Lippe/tli

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