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Mode und Kunst im „Laden auf Zeit“ in Hann. Münden

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Von: Ekkehard Maass

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Im Laden auf Zeit: Regina Meixner inmitten ihrer Hut-Kollektion.
Im Laden auf Zeit: Regina Meixner inmitten ihrer Hut-Kollektion. © Regina Meixner

Im „Laden auf Zeit“ in Hann. Münden gibt es nun Damenfilzhüte, Jacken, Mäntel und Schals aus Fleece sowie Schmuck und Glasmalerei.

Hann. Münden – Im „Laden auf Zeit“ an der Langen Straße in Hann. Münden bietet seit Mitte September Kunsthandwerkerin Regina Meixner ihre Arbeiten an. Wo es bis vor kurzem noch Gemüse, Wurst, Eier und Käse aus der Region zu kaufen gab, locken nun Damenfilzhüte, Jacken, Mäntel und Schals aus Fleece sowie Schmuck und Glasmalerei Kunden ins Geschäft. So gut wie alles, was sie verkauft, mache sie auch selbst, sagt Regina Meixner.

Bis Ende November hat sie das Geschäft an der Langen Straße 95 gemietet.

Das Projekt „Laden auf Zeit“ der Stadt Hann. Münden findet sie eine „Supersache“. Dank eines Förderprogramms des Landes kann die Stadt für eine gewisse Zeit in der Fußgängerzone leer stehende Läden zu „stark vergünstigten“ Mieten anbieten. Ziel ist es, die Innenstadt zu beleben und zugleich Menschen eine Chance zu geben, ihre Geschäftsideen ausprobieren zu können.

Regina Meixner ist gelernte Industriekauffrau und Diplom-Ingenieurin für Landschaftsplanung. Vor einigen Jahren hat sie ihr Hobby zum Beruf gemacht. „Ich war schon immer kreativ“, sagt sie. Und das liegt vielleicht auch in ihrer Familie. Ihre Mutter sei Damenschneiderin gewesen und ihr Vater konnte malen und zeichnen. Und auch sie liebt die Malerei „mit allem, was möglich ist.“ Bei der Glasmalerei mag sie die „wunderschönen Farbverläufe“, wenn sich das Licht darin reflektiert. „Manchmal kommt mir einfach eine Idee, und dann lasse ich meiner Fantasie freien Lauf.“

Den ersten Filzhut hat sie nur für sich gemacht. Er gefiel ihr dann so gut, dass daraus eine ganze Kollektion entstanden ist. Bei ihren Mänteln und Jacken, legt sie besonderen Wert auf die Knöpfe. Manchmal passiere es, dass das Design oder die Farbe eines Knopfes sie zu dem Entwurf für den Mantel oder die Jacke inspiriere. Ihre Mode soll aber nicht nur schick sein, sondern auch praktisch, sagt sie.

Regina Meixner war mit ihren Arbeiten in den vergangenen Jahren vor allem auf Märkten für Kunsthandwerk unterwegs, hatte aber in der Mündener Innenstadt im Rosenhof auch schon mal ein Geschäft. „Bunter Laden“ hätten die Mündener es genannt. Aber wegen Corona habe sie ihn wieder aufgegeben. Das Risiko sei ihr zu groß gewesen. Der „Laden auf Zeit“ sei nun ein weiterer Versuch, mit ihrem Kunsthandwerk in Münden Fuß zu fassen. (Ekkehard Maass)

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