Monsterjagd in Hann. Münden

Sie verstecken sich auch beim Rathaus: Maximilian Golde sucht virtuelle Pokémon in Hann. Münden. Fotos: Birmes 

Hann. Münden. Maximilian Golde steht vor dem Mündener Rathaus, als sein Smartphone vibriert: Ein Pokémon, so nennen sich die niedlichen Monster, ist ganz in der Nähe.

Wie viele andere Spieler in ganz Deutschland hat ihn auch ihn das Pokémon-Fieber gepackt.

„Ich habe mich schon darauf gefreut, dass es auch in Deutschland rauskommt“, sagt Max. Bei dem Spiel geht es darum, Pokémon an verschiedenen, realen Orten zu fangen und gegeneinander in virtuellen Arenen antreten zu lassen. Der Spieler sieht, ob welche in der Nähe sind, aber suchen muss er die kleinen Monster schon selber. Der Unterschied zu normalen Spielen ist, dass man vom heimischen Sofa aufstehen muss. „Ich spiele nur nebenher, meist auf dem Weg zwischen Bahnhof und der Uni. Deswegen habe ich bis jetzt auch nur zehn Kilometer zurückgelegt“, sagt Max. Pokémon ist kein neues Phänomen, schon 1996 tauchten sie in einem japanischen Spiel auf. „Ich habe es in meiner Kindheit auch schon auf dem Game-Boy gespielt“, erinnert sich der 20-Jährige.

Mit anderen unterwegs

In vielen Städten Deutschlands sieht man große Gruppen von Spielfreudigen durch die Gegend laufen, um ein besonderes Pokémon oder eine Arena zu finden, manche sind allein unterwegs, andere schließen sich für die Jagd zusammen. „Auch hier habe ich schon den einen oder anderen Mitspieler getroffen. Zum Beispiel einen Freund, von dem ich nicht mal wusste, dass er Pokémon Go spielt“, sagt Max. „Was mir daran gefällt, ist auch, dass man trotz des Handys einiges von seiner Umgebung mitbekommt. Es werden viele verschiedene Orte angezeigt.“

Im Gegensatz zu vielen anderen Monster-Jägern geht Max aber nicht extra für das Spiel nach draußen: „Wenn mich jemand fragt, würde ich es vielleicht machen. Aber bis jetzt suche ich nicht gezielt an bestimmten Orten nach Pokémon.“ Dabei gibt es durchaus Kritik an dem Spiel. In Max Freundskreis ist die Meinung über das Spiel zweigeteilt: „Die einen lieben es, die anderen hassen es.“ Das läge auch daran, dass Google durch den Zugriff auf die Ortsdaten jederzeit wisse, was man mache. Von den Unfällen, die durch das dauerhafte Schauen auf das Smartphone entstanden sind, hat er auch schon gehört: „Das stimmt, man ist schon abgelenkt. Aber man kann es auch auf Vibrieren stellen und wird so auf Pokémon in der Nähe aufmerksam gemacht“, so der Lehramtsstudent. Max ist sich sicher, dass die Aufregung um Pokémon Go noch lange nicht vorüber sein wird: „Bis jetzt kann man noch nicht auf der Straße mit anderen kämpfen, aber ich denke, da wird noch viel kommen.“

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