Ratsentscheidung

Kampf gegen den Müll: Münden will plastikfrei und umweltfreundlicher werden

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Viele Einwegflaschen auf einem Haufen.

Die Grünen aus Münden haben dem Müll den Kampf angesagt - die Stadt plastikfrei und umweltfreundlicher werden.

Ein neuer Trinkbrunnen und wiederverwendbares Geschirr bei Veranstaltungen im öffentlichen Raum: Der Antrag der Gruppe Die Grünen/Münden soll die Umwelt stärker schützen. 

Die Stadt Hann. Münden will Plastikmüll vermeiden und sich für mehr Umweltschutz einsetzen. Das beschloss der Rat einstimmig in seiner letzten Sitzung in diesem Jahr.

Laut dem Antrag „plastikfreie und umweltfreundliche Kommune", den die Gruppe Die Grünen/Münden aktiv eingebracht hatte, muss künftig für Veranstaltungen im öffentlichen Raum wiederverwendbares Geschirr verwendet werden. 

Außerdem wird darauf hingewiesen, dass Abfälle nur in die dafür vorgesehenen Behältnisse (Papierkorb, Abfalleimer) entsorgt werden dürfen. Zusätzlich ist das Füttern von Tauben und Wasservögeln künftig verboten.

Der Rat beauftragt zudem die Stadt, eine Kampagne zu starten, „um Zigarettenkippen, Kaugummis und Hundekot sachgerecht zu entsorgen“, heißt es in der Vorlage.

Ein öffentlicher Trinkbrunnen soll kommen

Schließlich soll ein öffentlicher Trinkbrunnen installiert werden, allerdings nur, „wenn die Finanzierung für Aufstellung und fünfjährigen Betrieb für die Stadt kostenneutral gesichert“ sei.

Ratsfrau Ines Albrecht-Engel lobte in ihrer letzten Rede vor dem Mündener Rat – sie verzichtet zum 1. Januar 2020 auf ihr Mandat – die gefundene Regelung: „Die Diskussion im Umweltausschuss gehörte für mich zu den guten Stunden in der Kommunalpolitik: Es wurde intensiv und ernsthaft diskutiert, was in Hann. Münden wichtig und möglich ist. Das war eine Lehrstunde in Kommunalpolitik“, so Albrecht-Engel. 

Ratsmitglied Ines Albrecht-Engel.

Die Vereinbarung sei „ein kleiner Anfang“ und ein „gangbarer Weg“, sagte die Ratsfrau.

Das Ausbremsen des Klimawandels betrachte sie weiterhin als „wichtigstes Thema für die Menschheit“. Jeder Einzelne sei gefordert, sein Verhalten zu überdenken.

Klimawandel: "Wir haben keine Zeit"

„Wir haben keine Zeit“, betonte Ines Albrecht Engel. Auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Rat werde sie sich daher weiter für eine plastikfreie und umweltfreundliche Kommune einsetzen. 

Nortrud Riemann (SPD) erklärte, der Antrag sei sinnvoll. „Auch diese, auf den ersten Blick unspektakulären, kleinen Maßnahmen bringen uns weiter auf dem Weg zur klimafreundlichen Kommune“, so Riemann. 

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