Handball-Oberliga: Klassenerhalt nach 30:31 noch nicht sicher

TG Münden nimmt Bonuspunkte nicht an

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Getümmel in der Gymnasiumshalle: Jendrik Janotta (am Ball) sucht im Sprung eine Anspielstation. Andreas Luer (vorne, Schaumburg) und Felix Lattwesen versuchen ihn zu stören. Links der später verletzte Ivan Stajiv; vorne rechts Johannes Oppermann.

Hann. Münden Nach der 30:31-Heimniederlage gegen die HSG Schaumburg muss die TG Münden weiter um den Verbleib in der Handball-Oberliga zittern.

Für eine abstiegsbedrohte Mannschaft, die gegen den Tabellenfünften im Hinspiel mit 16 Toren Unterschied verloren hat, ist ein 30:31 (11:11) eine äußerst achtbare Sache. Trotzdem dürfte Handball-Oberligist TG Münden nach der Partie gegen die HSG Schaumburg-Nord mit dem Schicksal hadern. Mit etwas mehr Konzentration beim Torwurf und vor allem weniger Ausfällen wären zwei unerwartete Bonuspunkte auf dem Mündener Konto gelandet. Doch die Einladung der keineswegs fehlerfrei spielenden Gäste wurde nicht angenommen. Hier das Spiel im Schnellcheck.

War die personelle Situation tatsächlich so angespannt wie angekündigt? 

Sogar noch etwas schlechter! Zu den Ausfällen von Mendisch, Michalke, Bolse und Hohmann kam am Spieltag kurzfristig Björn Prinz hinzu. Gerade der junge Rückraumspieler hätte an diesem Abend für einige Entlastung sorgen können. So aber blieben nur sechs Feldspieler aus dem ursprünglichen Oberligakader übrig. Trainer Markus Piszczan war zwar etwas angeschlagen, saß gemeinsam mit Christian Dümer dann doch auf der Bank.

Warum verlor die TG dieses Heimspiel? 

In erster Linie aufgrund einer gewissen Abschlussschwäche und weil der kleine Kader die außergewöhnlich konzentrierte Abwehrleistung in der ersten Halbzeit - es war wohl die beste der Saison - nicht durchhalten konnte. 30 erzielte Treffer sind zwar aller Ehren wert, doch besonders bei freien Würfen von den Außenpositionen hätten es ein paar mehr sein können. So gab es beispielsweise beim Stand von 10:8 die große Chance, mit vier Toren davonzuziehen. Zwei Konter wurden aber verdaddelt. Eine ähnliche Situation gab es nach 45 Minuten, als die TG zum letzten Mal führte (22:20).

Gab es einen Aufreger im Spiel? 

Ja. Beim Stand von 22:22 (48.) erwischte ein Gästespieler den bis dahin so treffsicheren Ivan Stajic mit dem Wurfarm im Gesicht. Der Notarzt wurde gerufen, Stajic kam ins Krankenhaus. Sein Nasenbein dürfte gebrochen sein, ein längerer Ausfall droht. Einige TGer hatten vor dem Wurf von Andreas Luer einen Schrittfehler moniert.

Wer waren die besten Spieler am Samstag? 

! Auf TG-Seite ganz klar Jendrik Janotta. Er übernahm im Angriff die meiste Verantwortung und hatte besonders in der Schlussphase als einziger noch etwas zuzusetzen. Sein Nebenmann im linken Rückraum, Christian Grambow, war von Beginn an in Manndeckung genommen worden. Bei den Gästen machte sich in der zweiten Halbzeit die Umstellung auf Halblinks bezahlt: Der junge Andreas Luer (9 Tore) war nie zu stoppen. Auch der dynamische Spielmacher Johannes Sonneborn (5) überzeugte.

Wie waren diesmal die Schiedsrichter? 

Mit Oliver Ede und Stephan Schönfeldt hatten die TGer in dieser Saison schon zweimal ihr Sträußchen ausgefochten. Diesmal erregte die Stajic-Verletzung bei Trainer Markus Piszczan Kritik, der sogar Absicht des HSG-Spielers nicht ausschließen wollte. Doch objektiv bleibt festzustellen: Ede/Schönfeldt hielten sich sehr zurück und griffen in den Spielverlauf nicht entscheidend ein. Erst nach 40 Minuten sprachen sie die erste Zwei-Minuten-Strafe aus; die TG-Spieler mussten kein einziges Mal aufs Sünderbänkchen. Insgesamt eine gute Leistung des Schiri-Gespanns.

TG Münden:  Voß, Gerland - Grambow 7/4, Janotta 6, Lieberknecht 6, Stajic 5, Rentsch 3, Backs 3, Oppermann, Endig, Toll.

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