Bürgermeister glaubt, dass es klappt

Münden wagt neuen Anlauf mit umstrittenen Tourismusbeitrag

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Die Hann. Mündener Fachwerk-Häuserzeile entlang der Kasseler Schlagd an der Fulda.

Hann. Münden. Der zweite Versuch muss sitzen: Hann. Münden will erneut den umstrittenen Tourismusbeitrag an den Start bringen. Und Bürgermeister Harald Wegener ist sich sicher, dass es hinhaut.

Denn, das betont der Verwaltungschef, wenn es nicht gelingt, „würde uns das die Wettbewerbsfähigkeit kosten“.

Am kommenden Dienstag informiert die Stadt im Welfenschloss über das Thema (ab 19 Uhr). Wegener ist zuversichtlich, denn eine breite Ratsmehrheit hat für den Fremdenverkehrsbeitrag gestimmt. Die Verwaltung erarbeitet nun eine Satzung, maßgeblich unterstützt vom am Verfahren beteiligten Fachanwalt für Verwaltungsrecht, Richard Elmenhorst.

In Gesprächen mit dem Gaststättenverband Dehoga und der Mündener Gilde, der Vertretung der heimischen Wirtschaft, „habe ich einige Grundbedenken auflösen können“. Die Stadt gibt an, für Tourismus im Jahr circa 435.000 Euro auszugeben. Diesen Betrag möchte man durch eine Tourismusabgabe einnehmen. Das Geld müsse zweckgebunden eingesetzt werden, sprich, es fließt in den Tourismus, betont Kämmerer Wolfgang Hodan.

Das sei auch unbedingt erforderlich, weil ab 2017 der Verein Erlebnisregion Hann. Münden im Jahr 20.000 Euro weniger erhalte, so Wegener. Statt wie bisher 160.000 Euro von der Stadt nur noch 140.000 Euro. Die Reduzierung sei erforderlich, um den Auflagen der Kommunalaufsicht beim Landkreis gerecht zu werden.

Rund 2400 Unternehmen in Hann.Münden werden den Angaben zufolge angeschrieben, um die bezüglich eines Fremdenverkehrsbeitrags zu prüfen. „Wir schätzen, dass etwa 2000 Unternehmen in Frage kommen“, sagt Rathausmitarbeiter Michael Bruns. Die Stadt unterscheidet zwischen 110 Branchen bei der Berechnung des Fremdenverkehrsbeitrages für Hann. Münden. Der neue Tourismusbeitrag soll im Laufe des kommenden Jahres starten.

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