Münden will mit dem Rathaus glänzen

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Touristen bestaunen das Mündener Rathaus: Von außen ist das imposante Weser-Renaissance-Gebäude mit seinem Eisenbart-Glockenspiel schon jetzt ein Anziehungpunkt für Gäste, demnächst soll es auch im Inneren attraktiver für Besucher werden.

Hann. Münden. Die Sanierungspläne der Stadt sehen vor, das Weser-Renaissance-Gebäude als Erlebnisort für Bürger und Touristen neu zu gestalten.

Die Stadt Hann. Münden steht vor einer Mammut-Aufgabe: Nach den Reparaturarbeiten am Dach muss auch das Innere des historischen Rathauses saniert werden. Die Technik ist veraltet, das Gebäude weist konstruktive Mängel auf und mit Blick auf den Brandschutz sind ebenfalls Umbauten nötig. Zudem soll es gedämmt werden und barrierefrei werden. Dafür ist ein Aufzug geplant, mit dem auch die untere und obere Rathaushalle erreicht werden können.

„Erlebnis-Ort“ 

Aber es geht noch um mehr. Es soll auch für Touristen und Bürger attraktiver werden. Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener möchte, dass das Rathaus sich künftig als „Erlebnisort“ für mehr Menschen öffnet. Rund 7,1 Millionen Euro, schätzt die Verwaltung, wird dieses Projekt kosten und dabei hofft die Stadt auch auf Hilfe des Landes.

Bürgermeister Wegener hat Ministerpräsident Stephan Weil bei seinem Besuch in Hann. Münden den „Masterplan“ für die Sanierung überreicht, verbunden mit der Bitte, der Stadt bei Förderanträgen zu helfen.

Für Touristen ist das historische Rathaus, das zwischen 1520 und 1640 im Stil der Weser-Renaissance entstanden ist, bereits jetzt schon ein Anziehungspunkt. Aber es ist vor allem die prächtige Fassade, die die Blicke auf sich zieht. Mit der Sanierung soll auch das Innere Touristen besser präsentiert werden, verbunden mit einem neuen, großen Servicebereich im Erdgeschoss, dem Begrüßungszentrum. In der Nähe sollen auch öffentliche Sanitäranlagen eingerichtet werden.

Aber nicht nur Touristen hat die Verwaltung im Blick, sondern auch die Mündener Bürger. Die untere und obere Rathaushalle sollen mehr für Veranstaltungen, Feste und Ausstellungen genutzt werden können.

Grünes Licht 

Der Stadtentwicklungsausschuss hat in seiner Sitzung am Montag, in der die Verwaltung eine erste Planung vorgestellt hat, bei drei Enthaltungen von Mitgliedern der CDU-Fraktion grundsätzlich grünes Licht für das Vorhaben gegeben. Die Fraktion der CDU habe noch Beratungsbedarf, begründete Hann. Mündens CDU-Vorsitzender Markus Jerrentrup diesen Schritt. Das Vorhaben, das Rathaus stärker für den Tourismus zu öffnen, stoße aber auch bei der CDU auf Zustimmung.

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