Münden will mit der Rotunde punkten

Blickfang für Touristen: Die Rotunde mit dem Natermann-Turm im Hintergrund wird gerne fotografiert. Auf dem Berg oben rechts ist gerade noch die Tillyschanze zu erkennen. Foto: Maaß

Hann. Münden. Der Rat der Stadt berät die Idee, das Bauwerk stärker für Veranstaltungen zu nutzen. Das Problem: Es fehlt ein zweiter Rettungsweg.

Vielen Mündenern ist die Rotunde in der Altstadt vor allem als Gedenkstätte für die Gefallenen der Weltkriege für die Opfer der NS-Herrschaft bekannt. Die Gedenkstätte liegt im unteren Teil des historischen Gebäudes, das im Mittelalter Teil der Befestigungsanlage war. Im Obergeschoss befindet sich aber ein kreisrunder Raum, der nur selten genutzt wird. Er ist über eine Außentreppe erreichbar. In der Vergangenheit fanden dort immer mal wieder Ausstellungen und andere kulturelle Veranstaltungen statt. Zum Beispiel beim Denkmal-Kunst-Festival 2009 in Hann. Münden.

Jetzt hat Nicole Prediger, Leiterin des Bereichs Stadtentwicklung der Stadt Hann. Münden, dem Stadtentwicklungsausschuss die Ergebnisse eines Workshops mit Kulturschaffenden aus Münden vorgetragen, bei dem die Rotunde als „toller Veranstaltungsort“ gelobt wurde, trotz Mängel wie einer fehlenden Heizung. Das große Manko des Gebäudes ist aber der fehlende zweite Rettungsweg, der für Veranstaltungen mit einem größeren Publikum wie bei Konzerten, Theateraufführungen und Lesungen nötig ist. Nach Angaben von Prediger könnten dort Sitzplätze für 30 bis 40 Besucher geschaffen werden.

Zwei Varianten stellte sie im Ausschuss vor: eine weitere Außentreppe oder eine Rampe, die vom Park langsam ansteigend zum Obergeschoss führt. Dafür gibt es bereits auch einen ersten Planentwurf von Andreas Schmidt-Maas von der Planungsgemeinschaft Landschaft und Freiraum in Kassel, die seit Jahren für die Stadt Hann. Münden arbeiten. Die Idee dabei, so Schmidt-Maas, gegenüber unserer Zeitung, die Rampe mit Elementen wie Kletternetzen und Podesten so zu gestalten, dass die Wallanlagen an der Rotunde zum Erlebnisraum werden. Zu den Kosten könne er aber noch nichts sagen. Das hänge auch davon ab, welche Baumaterialien benutzt würden. So weit seien die Planungen aber noch nicht.

Auch Prediger konnte dem Ausschuss noch keine Angaben zu den Kosten machen, weil sie gerade ermittelt würden. Sie sprach von einer sechsstelligen Summe. Ihr gehe es darum, vom Ausschuss grünes Licht zu erhalten, ob die Idee weiter verfolgt werden soll.

Aber um auf diese Frage antworten zu können, wollte der Ausschuss erst die Kostendimension geklärt wissen. Das soll nun zusammen mit Schmidt-Maas geschehen.

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