Wiederaufnahme 2016 aber nicht ausgeschlossen

Mündener Altstadtlauf vor dem Aus: Veranstaltung 2015 findet nicht statt

Altstadtlauf 2014: Die Laufbegeisterung auf der Strecke war enorm. Archiovfoto:  Schröter

Hann. Münden. Der Mündener Altstadtlauf steht vor dem Aus. Der 29. Lauf dieser Art, geplant für diesen Herbst, wird nicht steigen. Das teilt die Ausdauersparte der TG Münden mit.

Die Grenze der Belastbarkeit ist erreicht, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Anstrengungen für das Team und die etwa 100 Helfer, die für die Atmosphäre und für das Gelingen einer solchen Veranstaltung verantwortlich sind, seien enorm. Und auch den Teilnehmern werde einiges abverlangt. Nun stehe der Altstadtlauf vor dem Aus. 

„Wir haben in den letzten Jahren wirklich großartige Unterstützung erfahren“, betont Holger Liese, der seit 17 Jahren als Veranstalter fungiert. Er bezieht die Stadt ein, die vielen Helfer an der Strecke, im Anmeldebüro und an der Kuchentheke, die Kuchenspender, die Mündener Gilde, die Einzelhändler, Gastronomen, den ASB, das DRK und den Verein selbst.

2014 bewältigten vom Kindergartenkind über den Gelegenheitsjogger bis zum durchtrainierten Wettkampfroutinier 735 Aktive die Strecken von 500 Metern bis zur Halbmarathondistanz. „Trotz großer Erschöpfung wollten wir weitermachen und hatten begonnen, den 29. Lauf zu planen. Wir haben den Termin mit den Laufkalendern anderer Städte abgestimmt, Genehmigungen eingeholt, Absprachen getroffen“, sagt Martina Liese. „Während der Planung wurde uns aber schnell klar: Wir sind an einer Grenze angelangt“, so Holger Liese.

Die Masse der Starter würde verlangen, alles auf den Kopf zu stellen, heißt es weiter. Holger Liese: „Wir müssten Anmeldung, Startzeiten, Zeitnahme, Strecken überdenken.“ Man müsste noch viel mehr Helfer motivieren und auch koordinieren. „Wir müssten auf noch mehr Unterstützung bauen können. Das ist in 2015 nicht zu schaffen. Wir sagen den 29. Altstadtlauf ab.“  

Der Rückzug sei mehr als eine kurzfristige Reaktion. So viel stehe fest, betont Carsten Linne, der wie Jutta Elter-Wiegräfe, Karsten und Sandra Schmidt, Christoph Werner, Wolfgang Köhler und Karin Gille-Linne zum engeren Organisationsteam gehört.

Ganz ausschließen wollen sie aber noch nicht, dass es unter veränderten Bedingungen vielleicht im nächsten Jahr eine Wiederaufnahme geben könnte. Denn allen habe der Lauf trotz der notwendigen Anstrengungen viel Freude gemacht.

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