Technischer Defekt löste vermutlich Feuer aus

Mündener Brandopfer starb durch Rauchgasvergiftung

Hann. Münden. Der 69-jährige Mann, der am Samstagabend beim Brand eines Fachwerkhauses in der Mündener Altstadt ums Leben kam, starb an einer Rauchgasvergiftung.

Das habe die Obduktion des Leichnams in der Göttinger Rechtsmedizin ergeben, teilte die Polizei am Montag mit.

Ursache des Feuers ist vermutlich ein technischer Defekt. Zu diesem Ergebnis ist die Brandursachenkommission des Landeskriminalamtes (LKA) Hannover gekommen. "Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen nicht vor", so die Polizei.

Aktualisiert um 17.15 Uhr

Die LKA-Experten hatten zuvor zusammen mit Ermittlern der Mündener Polizei am Montag das mehrstöckige Haus in der Straße Hinter der Stadtmauer noch einmal intensiv untersucht.

Bei dem Feuer ist zwar nur die Erdgeschosswohnung des Hauses ausgebrannt, aber unbewohnbar sei derzeit das gesamte Gebäude, sagte Reinhard Streck, Baustatiker der Stadt Hann. Münden im Gespräch mit unserer Zeitung. Durch den Brand seien gesundheitsgefährdende Stoffe freigesetzt worden. Umfassende Sanierungsarbeiten seien notwendig.

Ein Problem seien auch die Lehmdecken, die sich durch das Löschwasser wie ein Schwamm vollgesogen hätten. Vermutlich seien sie dadurch doppelt so schwer geworden. Sie müssten getrocknet werden. Eine andere Möglichkeit wäre, die Lehmgefache auszutauschen. Insgesamt sei das Gebäude aber standsicher, Einsturzgefahr bestehe nicht. Tragende Balken seien zwar durch das Feuer beschädigt worden, aber nicht so stark, dass sie nicht mehr tragfähig seien.

Er schätzt den durch den Brand entstandenen Schaden auf eine Höhe von etwa 120.000 Euro.

Das Feuer war am Samstag gegen 21 Uhr ausgebrochen. Neben dem 69-Jährigen hielten sich noch eine Frau und ein Mann in dem Haus auf. Beide konnten von Nachbarn noch rechtzeitig ins Freie gebracht werden. Den 69-Jährigen konnte die Feuerwehr nur noch tot bergen.

Brand in Mündener Fachwerkhaus

Rubriklistenbild: © Maaß

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