1. Startseite
  2. Lokales
  3. Hann. Münden
  4. Hann. Münden

Mündener Hochbad beendet morgen die Badesaison: Bistro-Pächter hat gekündigt

Erstellt:

Von: Hannah Köllen

Kommentare

Morgen öffnet das Mündener Hochbad seine Türen zum letzten Mal in dieser Saison. Wie genau es ab dem kommenden Sommer weitergeht, ist noch nicht klar. Bistro-Pächterin Sandra Nothnagel (Foto) hat gekündigt.
Morgen öffnet das Mündener Hochbad seine Türen zum letzten Mal in dieser Saison. Wie genau es ab dem kommenden Sommer weitergeht, ist noch nicht klar. Bistro-Pächterin Sandra Nothnagel (Foto) hat gekündigt. © Hannah Köllen

An diesem Wochenende endet die Hochbad-Saison. Das Freibad ist nur noch heute und morgen geöffnet. Die Zukunft des Bistros ist ungewiss – die Pächter haben gekündigt.

Hann. Münden – An diesem Wochenende endet die diesjährige Badesaison im Hochbad in Hann. Münden. Morgen ist der letzte Badetag. Wie es ab der kommenden Saison mit dem Bistro im Schwimmbad weitergeht, steht noch nicht fest. Die aktuellen Pächter haben zum Saisonende gekündigt.

„Ich habe schon während der vergangenen Saison gemerkt, dass es mir zu viel wird“, sagt Sandra Nothnagel, die das Bistro seit 2017 gemeinsam mit ihrem Mann betreibt.

Die drei Schwimmmeister in dem Bad seien alle bei den Versorgungsbetrieben Hann. Münden (VHM) beschäftigt. Die Nothnagels kümmern sich auch um die Reinigungsarbeiten sowie um die Kassenaufsicht. Das Ehepaar, das einen 7-jährigen Sohn hat, ist zwischen Mai und September jeden Tag im Schwimmbad im Einsatz. Das Bad ist täglich zwischen 8 und 20 Uhr geöffnet. „Das ist als Familie einfach nicht gut zu packen. Wir möchten wieder mehr Zeit mit unserem Sohn verbringen“, begründet Nothnagel ihre Entscheidung.

Freibad trotz Corona gut besucht

Sie hofft, dass sich schnell eine Nachfolge findet, damit das Bad auch in Zukunft wie gewohnt öffnen kann. „Für Hann. Münden wäre es ein großer Verlust, wenn es das Bad so nicht mehr gibt“, sagt die gebürtige Mündenerin. Daher appelliere sie an die Bevölkerung, wieder häufiger ins Freibad zu gehen. „Klar ist ein privater Pool im Garten toll. Aber hier im Freibad ist es noch schöner, man trifft Leute und hat ordentlich Platz auf den Liegewiesen.“ Außerdem gebe es im Freibad die besten Pommes.

In den beiden vergangenen Sommern sei das Bad trotz Corona gut besucht gewesen. Und das, obwohl es pandemiebedingt keine Saisonkarten gab und der Eintritt damit vor allem für regelmäßige Besucher über den Sommer gesehen teurer war. „Viele Stammgäste haben uns die Treue gehalten.“ Sie habe in ihrer Zeit als Pächterin viel gelernt und erlebt, sagt die gelernte Hotelfachfrau.

14 Angestellte im Freibad tätig

Vor allem im Personalmanagement habe sie viele Erfahrungen gesammelt: Über die Saison habe sie bis zu 14 Angestellte auf Minijob-Basis beschäftigt. „Die Branche ist wetterabhängig. Da muss man auch mal spontan umplanen“, sagt die 40-Jährige.

Auch sie habe den Personalmangel erlebt: „Wir hatten diese Saison kein Küchenpersonal. Da bin ich kurzfristig eingesprungen.“ Das Bistro, in dem es auch warme Speisen gibt, sei nicht jeden Tag geöffnet gewesen, „das lohnt sich erst ab 25 Grad“. Kleine Snacks wie Eis oder Selbstgebackenes gebe es aber immer an der Kasse am Eingang zu kaufen. Wer sich für den Job interessiert, solle sich am besten an die VHM wenden. Nothnagel plant einen Gastro-Flohmarkt auf dem Gelände, auf dem sie Fritteusen, Tische, Sonnenschirme und andere Utensilien aus ihrer Zeit als Pächterin verkaufen möchte. Der Flohmarkt soll stattfinden am Samstag, 24. September und Sonntag, 25. September, jeweils von 10 bis 16 Uhr.

Info: Sandra Nothnagel, Tel. 01 72/5 85 64 41.

Auch interessant

Kommentare