Kurze Clips für das Internet

YouTuber gegen Rassismus: Mündener Jugendliche zeigen Anti-Hass-Videos

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Start: Mit einem Klick stellten die Teilnehmer des YouTube Workshops ihre Videos kurz vor der Präsentation im Geschwister-Scholl-Haus online. Sie sind jetzt im Internet auf www.hate2hate zu sehen.

Hann. Münden. Humor erreicht mehr als Hass: Im Workshop „hate2hate. YouTuber against racism“ mit dem Berliner Firas Alshater haben Mündener Jugendliche drei kurze Videos gedreht.

Eine wilde Verfolgungsjagd, das humorvolle Spiel mit Vorurteilen und viel Toleranz sind Bestandteile der drei YouTube-Clips, die seit dem Wochenende im Internet zu sehen sind. Zusammen mit dem Berliner YouTube-Star Firas Alshater entstanden die Kurzvideos im Rahmen eines Workshops unter dem Titel „hate2hate. YouTuber against racism“.

Die Jugendlichen zwischen 13 und 22 Jahren stellten am Freitagabend ihre selbst entwickelten und gedrehten YouTube-Clips im Geschwister-Scholl-Haus vor. „Rassisten haben bei uns nichts zu suchen“, machte Karin Gille-Linne, Leiterin der Mündener Geschäftsstelle der Kreisvolkshochschule, Göttingen Osterode, die Trägerin des Projekts ist, bei der Begrüßung der Zuschauer klar. Dafür gab es reichlich Applaus, denn darin waren sich ausnahmslos alle einig.

Zuerst stellte sie den YouTuber Firas Alshater vor. Es wurden zwei Clips des kritischen Videobloggers gezeigt, in denen er sich mit mit viel Humor mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden verschiedener Kulturen auseinandersetzt, mit Vorurteilen und Integration. 15 Jugendlichen und junge Erwachsene haben an dem dreitägigen Workshop teilgenommen, der sich unter anderem mit sogenanntem „hatespeech“, Hassreden, hauptsächlich im Internet, auseinandergesetzt hat. Die Jugendlichen erfuhren, wie sie im Alltag mit diesen Hassreden umgehen können, die vielen von ihnen bereits begegnet sind, sowohl im Internet als auch auf der Straße. Sie trainierten, wie sie ihnen sinnvoll begegnen und sich dagegen wehren können.

Der richtige Umgang mit der Kamera

Mit ihren Clips werben die Jugendlichen für Zusammenhalt und Toleranz. Im Rahmen des Workshops beschäftigten sie sich in drei Arbeitsgruppen mit Bildeinstellungen, Perspektive, Tonspuren und Schnitttechnik. Darüber hinaus lernten sie, ein Interview zu führen und selbst vor der Kamera zu agieren.

Unterstützung erhielten sie von Sabine Eder und Tobias Milde vom Verein Blickwechsel. Am Ende kamen drei zwei- bis dreiminütige YouTube-Clips dabei heraus, die seit Freitagabend im Internet zu sehen sind.

„Mit Humor erreicht man mehr als mit Hass“, sagt der Blogger in einem seiner Clips. Genau das wollen auch die Jugendlichen mit ihren Kurzvideos erreichen. Humor als Brücke nutzen, damit gegen Vorurteile und Ausgrenzung vorgehen.

Im Anschluss an die Präsentation gab es eine gemeinsame Party mit Cocktail-Challenge, bei der der erste offizielle „Love2Love Cocktail“ erfunden wurde, natürlich alkoholfrei und mit vielen Vitaminen.

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