Reise in ein unbekanntes Land

Mündener Kanutin für Freiwilligendienst in Südafrika

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Gesichert: Blick ins Pausentreiben an der Parkside Primary School. 

Hann. Münden. Leistungssport in Deutschland und ein Freiwilligenjahr im Ausland – klingt gegensätzlich, ist es aber nicht. Zumindest nicht für Paula Franklin.

Seit gut zwei Monaten ist die Nachwuchs-Kanutin schon in Südafrika, wo sie in erster Linie beim Sportunterricht für die Kinder hilft.

Hobby in der Ferne

Ganz ohne ihren Lieblingssport kommt die 18-Jährige allerdings nicht aus, schreibt die Mündenerin in einer E-Mail an die HNA-Redaktion in Hann. Münden: „Hier hatte ich die Chance, neben dem Kanurennsport auch einmal die anderen Bereiche des Kanusports auszuprobieren und erste Wettkampferfahrungen zu sammeln.“

Es folgte unter anderem die Teilnahme am „Hansa Fish Marathon“, dessen fast 82 Kilometer lange Wildwasser-Strecke sie mit ihrem Partner Brian Cotes vom Border Canoe Club bewältigte. Auch ihr erstes Surfski-Rennen auf dem offenen Meer wurde zum Erfolg. Im Einer wurde sie Zweite in ihrer Altersklasse.

In erster Linie will Franklin aber helfen. Vor knapp zwei Jahren, als viele Flüchtlinge nach Deutschland kamen, reifte in ihr die Idee, etwas zurückgeben zu wollen, weil „es uns hier eigentlich gut geht“, erzählte die damals frischgebackene Abiturientin vor ihrer Abreise.

Das ist auch der Grund, warum sie jeden Tag von ihrer Fünfer-Wohngemeinschaft in East London – einer Metropole etwa 1000 Kilometer von der Hauptstadt Kapstadt entfernt – zur Parkside Primary School fährt und an dieser Grundschule unterrichtet.

„Auch hier sind die Lehrer sehr freundlich, die Kinder gut gelaunt und offen uns gegenüber“, schreibt Franklin, nachdem ihr Kollege Jannes Reinfeld aus Oldenburg krank geworden war und sie deshalb von der Floradale Primary School an diese Schule wechseln musste. Doch davon lässt sich die Südniedersächsin nicht beirren.

Schließlich betreut die Hobbymusikerin noch ein Paddelprojekt, das eigentlich drei Mal pro Woche stattfinden sollte.

Freude: Paula Franklin (rechts) und ihrem Projektpartner Jannis Reinfeldt (links) macht die Arbeit Spaß.

„Aufgrund von Regen und stürmischem Wind konnten wir mit den Kindern erst ein paar Mal auf das Wasser gehen“, berichtet die ehemalige Schülerin des Grotefend-Gymnasiums in Hann. Münden.

An diesen Tagen ist Paula Franklin wieder voll in ihrem Element: Einige ihrer Schützlinge wollen nämlich im nächsten Jahr an der südafrikanischen Meisterschaft teilnehmen. Da kommt ihr die in Deutschland gesammelte Erfahrung auf jeden Fall zu Gute. 

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