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Mündener Pfadfinder-Stamm St. Georg veranstaltet Tag des offenen Zelts

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Von: Michael Caspar

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Stamm St. Georg hat ein Viertel der Mitglieder verloren: Christiane Danner (von links), Lars Ole Ortelt, Lucie Cimus mit Stammesführerin Anna Cimus.
Stamm St. Georg hat ein Viertel der Mitglieder verloren: Christiane Danner (von links), Lars Ole Ortelt, Lucie Cimus mit Stammesführerin Anna Cimus. © MICHAEL CASPAR

Am Tag des offenen Zelts gewährt der Mündener Pfadfinder-Stamm St. Georg allen Interessierten einen Einblick in ihre Zelte und Bräuche.

Hann. Münden – Einen Tag des offenen Zelts organisiert Hann. Mündens evangelischer Pfadfinderstamm St. Georg am Samstag, 24. September, von 12 bis 18 Uhr auf dem Mündener Tanzwerder.

„Wir bauen unser großes Gemeinschaftszelt auf, die Jurte“, kündigt Stammesführerin Anna Cimus an. In der Jurte kochen und essen Pfadfinder. Abends sitzen die jungen Leute dort in großer Runde zusammen am Feuer und singen. Eine Gitarre hat immer jemand zur Hand.

Zu sehen gibt es auf dem Tanzwerder zudem Kothen, kleinere Zelte, in denen auf Fahrten sechs bis acht Pfadfinder übernachten. Auf Fahrt sind die jungen Leute oft. Sie unternehmen mehrtägige Wanderungen, zelten unterwegs. Außerdem nehmen sie an Lagern teil, die immer unter einem bestimmten Thema stehen. Workshops und Geländespiele stehen auf dem Programm.

Stamm wurde 1984 gegründet

Die nötigen Kenntnisse für das Leben unterwegs eignen sich die jungen Leute während wöchentlicher Treffen an. Der 1984 gegründete St. Georg-Stamm, der zum Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) gehört, verfügt im ersten Stock des evangelisch-lutherischen Gemeindehauses Am Feuerteich 11 über mehrere Räume. Dort wird gespielt und gebastelt.

„In den vergangenen zweieinhalb Jahren waren lange Zeit aufgrund der Corona-Auflagen keine Treffen möglich“, bedauert Stammesführerin Cimus. Es gab Online-Angebote. Die jungen Leute lernten zum Beispiel aus Mehl, Backpulver, Milch und Öl in der Mikrowelle einen Tassenkuchen zuzubereiten. Ein anderes Mal bauten sie mittels Internet- Vorlagen ein Minizeltlager und schickten Fotos davon ein. Die Resonanz flaute mit der Zeit ab. Die Folge: Die Mündener Pfadfinder, die 2019 noch an 20 Personen zählten, verloren ein Viertel ihrer Mitglieder.

Pfadfinder kochen für sich selbst: Stockbrotbacken am Lagerfeuer.
Pfadfinder kochen für sich selbst: Stockbrotbacken am Lagerfeuer. © CHRISTIANE DANNER/NH

Viel Nachwuchs durch Corona verloren

Sieben junge Leute verließen in der Coronazeit die Pfadfindergruppe der Royal Rangers, die sich immer freitags ab 17 Uhr auf ihrem Gelände an der Kraft-Werk-Kirche, Göttinger Landstraße 36, in Volkmarshausen trifft. „Drei Neue kamen dazu“, freut sich Stammeswartin Karina Tristam. Heute gehören zu der 1995 vom Pastor gegründeten Gruppe 15 junge Menschen zwischen sieben und 17 Jahren an.

Für die Royal Rangers gab es während der Lockdowns Online-Angebote. Einmal stellten die jungen Leute aus Kräutern ein Pesto her. Ein anderes Mal bauten die Royal Rangers – in Anwesenheit der Eltern – Teebeutel-Raketen. Sie zündeten dünnwandige Papierzylinder oben an und beobachteten, wie sie abhoben.

Gruppen wurden mit Bastelpaketen versorgt

Der 1947 gegründeten Hann. Mündener Regenpfeifer-Gruppe, die zum Pfadfinderbund Großer Jäger gehört, hielten alle acht jungen Mitglieder die Treue. Dabei konnte sich die Gruppe mit Rücksicht auf Risikopatienten in der Verwandtschaft besonders lange nicht treffen, berichtet Gruppenleiterin Uta Härtling. Sie versorgte zusammen mit der zweiten Gruppenleiterin die jungen Menschen mit Bastelpaketen.

Einmal gab es eine Waldläufer-Rallye, wo sich die Teilnehmenden immer nur von Weitem sahen. Zu Weihnachten wurde im Wald gewichtelt. Jeder suchte den mit Kerzen erhellten Platz allein auf, um sich ein Geschenk abzuholen. Seit diesem Jahr kommt die Gruppe wieder zwei, drei Mal im Monat im roten Backsteinhaus im Botanischen Garten zusammen.

Aufgelöst hat sich die Hann. Mündener Gruppe Wilde Gesellen, die zum Verband Weinbacher Wandervogel gehört. Julian Subklewe, der die Gruppe 2013 mit 13 Jahren gegründet hat, ist zum Studieren fortgezogen.

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