Klimaneutral und barrierefrei

Mündener Ruderverein plant Umbau des Bootshauses mit Crowdfunding

Zwei Sportlerinnen trainieren in einem Fitnessraum mit Mund-Nasen-Schutz.
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Hoffen auf einen neuen Fitnessbereich: Die MRV-Sportlerinnen Vanessa Woch (links) und Clara Rommel beim Training im renovierungsbedürftigen Kraftraum.

Die Mündener Ruderer wollen ihren Verein unter dem Motto „MRV 2012 – nachhaltig aktiv und engagiert seit 1912“ fit für die kommenden Jahrzehnte machen. Dafür soll das Bootshaus am Fährweg barrierefrei und möglichst klimaneutral umgebaut werden. Per Crowdfunding ist es noch bis zum 4. April möglich, dieses Projekt finanziell zu unterstützen.

Wie Thomas Kossert, Manager des Mündener Rudervereins (MRV) informiert, soll das in den 1980ern erbaute Bootshaus zunächst energetisch saniert und durch einen Fahrstuhl barrierefrei erschlossen werden. „Vor drei Jahren haben wir bereits unsere Steganlage nach barrierefreien Standards umgebaut, sodass wir jetzt am Bootshaus natürlich genau dort weitermachen wollen, um auch älteren und beeinträchtigten Menschen eine aktive Teilhabe am Vereinssport zu ermöglichen“, wird der Vorsitzende Jürgen Wenzel zitiert.

Dabei werde auf nachwachsende Rohstoffe gesetzt. Durch die Anhebung des Dachs soll eine Trainingsfläche von 140 Quadratmetern entstehen, die zusammen mit dem 120 Quadratmeter großen Saal einen ganzjährigen Sportbetrieb ermöglichen soll. „Durch das Indoor-Rudern ist aus unserem eher saisonalen Verein in den letzten Jahren ein Ganzjahresverein geworden und wir wollen dem veränderten Bedarf unserer Mitglieder durch den Umbau Rechnung tragen“, so Wenzel.

Ziel des MRV: Bis 2023 möglichst klimaneutral werden

Da die Stadt Hann. Münden die Finanzierung für Sportstätten eingestellt hat, sei der Verein verstärkt auf Spenden angewiesen. Bis zum 3. April kann das Projekt über die Crowdfunding-Plattform „Viele schaffen mehr“ der VR-Bank Südniedersachsen unterstützt werden.

Außerdem hofft der Verein auf Zuschüsse des Landessportbundes Niedersachsen, vom Landkreis Göttingen und von der Aktion Mensch. Das Preisgeld des Vereinswettbewerbs „Klima(s)check für Sportvereine“ für die nachhaltige Ausgestaltung der Stadtregatta 2019 soll für eine Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach des Umbaus genutzt werden. „Wir wollen bis 2023 unseren CO2-Abdruck weiter verringern und bis dahin auch als Sportverein möglichst klimaneutral werden“, schreibt Thomas Kossert.  

Info: Spenden sind möglich unter: vrbanksn.viele-schaffen-mehr.de/mrv1912. Unterstützer können aus verschiedenen Dankeschöns wählen und finden auf einer Spendentafel Platz. Ein Animationsvideo ist zu sehen unter: http://zu.hna.de/mrv0202

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