Der virtuelle Wald

Mündener Schützen lernen an der Leinwand schießen

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Schießausbilder Martin Kalz zeigt, dass man im Schießkino seine Schießfertigkeiten erlernen oder verbessern kann. 

Auch bei der Jägerschaft Münden hat die Digitalisierung ihren Einzug gehalten. Zur jüngsten Jahreshauptversammlung wurde das neue Schießkino vorgestellt.

Roland Krybus, von der Jägerschaft Münden, hat die Lizenz besorgt, die Hardware installiert und die Software auf die Belange der Jägerschaft Münden umgeschrieben.

Interessierte konnten ihre Treffsicherheit testen, ungeübte den Umgang mit einer Waffe ausprobieren. Schießausbilder Martin Kalz, stand hilfreich zur Seite. Das Schießkino wird künftig im Ausbildungszentrum Rattbachtal platziert. Überwiegend soll dies für die Jungjägerausbildung eingesetzt werden. „So kann der Nachwuchs zum einen den Umgang mit der Waffe üben und zum anderen die Schießfertigkeiten erlernen oder verbessern“, sagt Martin Kalz.

Der Schütze steht dabei mit seiner Waffe, mit drei Metern Abstand, vor einer großen Leinwand auf einer bestimmten Position. Beispielsweise ein Waldgebiet mit schmaler Schussschneise, ein freies Feld oder ein Waldrand mit dichtem Bewuchs sind bildlich darstellbar.

Es wird dabei nicht mit scharfer Munition geschossen. Eine Pufferpatrone simuliert das Schießen. Es klickt einmal und der digitale Schuss geht los, ohne Rückschlag und ohne Knall. „Eine sehr präzise Schussanalyse findet anschließend statt, und der jeweilige Schütze erhält exakte Werte, wie er gezielt und geschossen hat“, erklärt Kalz. Für den Schießlehrer ist dabei genau zu erkennen, wo die Fehler liegen. Es kann gut nachvollzogen werden, wie der Schütze sein Ziel aufgenommen, überholt und getroffen oder gefehlt hat.

Geschossen werden kann mit einer Schrotflinte, einem Kleinkaliber-Gewehr oder einer Kurzwaffe. Ob auf Schießscheibe, Tontauben oder laufenden Keiler. So haben die Jäger die Möglichkeit, sich intensiv auf die Prüfung im Bereich Schießen vorbereiten.

Auch Jäger, die länger nicht zur Jagd waren können ihre Schießfertigkeiten auffrischen, um so flüchtendes Schwarzwild besser zur Strecke zu bringen, Fehlschüsse und unnötige Verletzungen des Wildes zu vermeiden, heißt es.

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