Entwicklung nach gestoppten Verkaufsplänen

Mündener Stadtwald warf 2016 einen Gewinn von 20.000 Euro ab

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Hann. Münden. Der mögliche Verkauf des Mündener Stadtwaldes war im vergangenen Jahr eines der Reizthemen in der Dreiflüssestadt.

Es gab erheblichen Widerstand gegen den Verkauf des Waldes, der von vielen Mündenern als Tafelsilber der Stadt angesehen wird. Die Folge: Die Verkaufspläne sind vom Tisch.

Die Leiterin des Eigenbetriebs Stadtwald, Susanne Gohde, stellte nun im Mündener Umweltausschuss den Jahresabschluss 2016 vor. „Das Ergebnis ist super“, sagte Gohde schon im Vorfeld der Sitzung. Am Ende steht ein Gewinn von etwa 20 000 Euro, der in die Stadtkasse fließt. Dieses Plus kommt trotz erheblicher „interner Leistungsverrechnungen“ von über 200 000 Euro zustande. Geld, das dem Eigenbetrieb von anderen Fachbereichen der Stadt für Leistungen in Rechnung gestellt wurde. 2015 wurde mit den internen Verrechnungen noch ein leichtes Minus gemacht.

Das gute Ergebnis des Stadtwaldes sei vor allem durch den verstärkten Holzeinschlag zustande gekommen, so Susanne Gohde. Über 19 000 Festmeter Holz wurden geerntet. Die jährliche Messlatte beim Holzeinschlag liegt bei 16 000 Festmetern. Die zusätzliche Menge stammt vom Blümer Berg, wo wegen notwendiger Waldpflege zusätzlich geschlagen werden musste.

2016 wurde der Stadtforst geprägt von hohen Ausgaben für die Verkehrssicherung an den Bundesstraßen 496 und 80. 21 700 Euro schlagen wegen Arbeiten an der Bahnstrecke entlang der B 496 zu Buche, 32 500 Euro für Sicherungen an der B 80. Das Ziel des Eigenbetriebs sei, so Gohde, auch in den kommenden Jahren Gewinne abzuwerfen. Im ersten Quartal 2017 ist jedoch der Preis für Industrieholz stark gesunken, was zu geschätzten Mindereinnahmen von 52 000 Euro im Jahr führen werde. 

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