Zwei Tage als Komparsin am Set

Mündenerin spielt in Kinofilm "Bibi und Tina" mit

Foto am Rande der Dreharbeiten: Selma Teichmann aus Hann. Münden zusammen mit Schauspieler Kostja Ullmann am Set von „Bibi und Tina 3“ Foto: Privat

Hann. Münden. Die 17-jährige Gymnasiastin Selma Teichmann war Komparsin in dem Film "Bibi und Tina 3 Mädchen gegen Jungs", der seit 21. Januar erfolgreich in den Kinos läuft.

„Ich bin mit Bibi und Tina groß geworden, habe als Kind immer die Kassetten gehört“, berichtet Selma Teichmann (17). Und nun ist sie in dem neuen Film „Bibi und Tina 3 Mädchen gegen Jungs“ als Komparsin zu sehen. Und zwar ziemlich am Anfang, in der zweiten Szene, mehrmals für einige Sekunden, als Zuschauerin der Bibi-Mannschaft beim Rugby-Spiel zweier Schulmannschaften.

„Ich habe irgendwann mal aufgehört zu zählen, aber diese Fünf-Minuten-Szene wurde ungefähr 40 Mal wiederholt“, erzählt die Mündenerin, die zwei Tage als Komparsin am Set mit dabei war.

Die Komparsen hätten genaue Anweisungen bekommen - mal, wohin die Blicke schweifen sollen, mal, wie sieschauen sollen, beispielsweise verwundert und mal mit den Sitznachbarn sprechend. Auch eine Kostümprobe fand vorher statt. Die Komparsen konnten eigene Kleidung mitbringen oder aus einem Fundus wählen.

Auf die Rolle gestoßen ist die Schülerin beim Surfen im Internet. Da fragte jemand auf Facebook bei Bibi und Tina an, wo man sich als Komparse bewerben kann. Dem Hinweis sei sie gefolgt und habe sich beworben. Jeden Tag hat sie dann sehnsüchtig auf Antwort gewartet. Nach drei Monaten kam der heißersehnte Brief mit der Zusage und der Bitte, noch mehr Fotos von sich zu schicken, da sie sich eventuell als Double eigne, doch das hat sich dann zerschlagen.

Gedreht wurde voriges Jahr in den Sommerferien in der Nähe von Berlin. Es herrschte an beiden Tagen große Hitze und praller Sonnenschein. Um die Komparsen hat sich ein Team gekümmert. Sie wurden mit Getränken versorgt und haben Sonnenschutzmittel bekommen.

Insgesamt war die Mündenerin drei Tage dort, hat keine Gage bekommen, musste An- und Abreise sowie Unterkunft und einen Teil Verpflegung selber zahlen.

Selma ist mit ihrer Mutter im Wohnmobil dort hingefahren, so war die Unterkunft frei. „Aber es war eine schöne Erfahrung und ich würde es jederzeit wieder machen, wenn es von der Zeit her passt“, so die Gymnasiastin, die dieses Jahr ihr Abitur macht.

Die Mündenerin schildert, dass Komparsen und Schauspieler nicht nur beim Essen voneinander getrennt waren, sondern die Schauspieler hätten auch besseres Essen bekommen.

„Es war ein großer Wunsch von mir, einmal im Fernsehen zu sehen sein. Dass daraus ein Kinofilm wurde hätte ich mir nicht träumen lassen“, sagt die junge Frau. Sie habe während der Dreharbeiten auch mit den Schauspielern Larissa Strahl (Bibi Blocksberg), Lisa-Marie Koroll (Tina Martin) und Louis Held (Alexander von Falkenstein) gesprochen und sich Autogramme geben lassen. So richtig nett und freundlich sei der Schauspieler Kostja Ullmann gewesen, er habe die Rolle von Leo Schmackes gespielt.

„Ich finde es schade, dass sich so wenige Kinder und Jugendliche trauen, sich vor die Kamera zu stellen beziehungsweise einfach mal versuchen, eine Erfahrung in diese Richtung zu machen“, sagt Selma Teichmann.

„Ich denke es gibt auch in Hann.Münden einige, die sich dafür interessieren würden, aber einfach nicht wissen, wie man denn an so eine Rolle herankommen kann“. Sie nennt als Beispiel ein Wochenende in Erfurt, wo ein offenes Casting für die Kinderserie „Schloss Einstein“ stattgefunden hat.

Dort konnte jeder im passenden Alter, sogar ohne vorherige Anmeldung, teilnehmen. Auch sie hat daran teilgenommen. Da musste sie sich schauspielerisch vor Anderen darstellen. „Ich bin richtig stolz auf mich, das ich das gut und ohne stottern geschafft habe“. Nun warte sie auch da sehnsüchtig auf eine Antwort.

Der Trailer zum Film:

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