Mündens Polizei-Chef Manfred Weber sagt: "Tschüss!"

Geht in den Ruhestand: Erster Hauptkommissar Manfred Weber.

Hann. Münden. Mit dem 20. April endet die Dienstzeit von Manfred Weber. Der Chef des Polizeikommissariats Hann. Münden tritt an seinem 62. Geburtstag in den Ruhestand.

„Ich gehe mit einer großen Zufriedenheit in Pension und freue mich auf die Zeit in einem neuen Lebensabschnitt mit meiner Frau“, sagt der gebürtige Mündener, der in Niemetal wohnt. Seine Laufbahn bei der Polizei begann am 1. Oktober 1970. Nach bald 46 Jahren bei den Ordnungshütern hat es Weber bis zum Ersten Hauptkommissar gebracht.

Für ihn war es der Traumberuf. Bei allen Höhen und Tiefen, die einem Polizisten im Alltag widerfahren. Bei allen Schwierigkeiten, die man im Dienst auch erlebt, „die positiven Dinge haben bei weitem mehr Gewicht als die negativen“, erzählt Weber im Gespräch.

Viele seiner Kollegen nennen ihn - bei allem Respekt - Manni. Weber geht auf einige besondere Ereignisse in seiner polizeilichen Arbeit ein. Er erinnert sich an das Jahr 1972, an die Olympischen Spiele in München. „Zuerst eine spannende Geschichte, nach dem Attentat eine sehr traurige und kräftezehrende Aufgabe. Wir waren praktisch Tag und Nacht eingesetzt“, notiert Weber.

Über viereinhalb Jahrzehnte Polizei prägen. Hausbesetzungen Anfang der 80er-Jahre in Göttingen, verschärfte Lage während der RAF-Zeit, Grenzöffnung, Castortransporte, „Chaostage“. Seine Zeit als Führer der 32. Einsatzhundertschaft von Mitte 1994 bis Ende 2005 bezeichnet er als „sehr spannende, arbeitsintensive Zeit mit über 100 Hundertschaftseinsätzen in ganz Niedersachsen“. Nicht alle Einsätze sind friedlich verlaufen. Weber: „Bei einigen Einsätzen in Göttingen und bei den Chaostagen in Hannover flogen Flaschen und Steine. Häufiger brennende Barrikaden in Göttingen. Böllerwürfe waren ebenfalls häufiger festzustellen.“

Seit September 2002 leitete Weber das Kommissariat in Hann. Münden. „Ich habe versucht, die Polizeidienststelle für alle zu öffnen, nicht nur für die, die wir dienstlich festnehmen mussten. Ich habe versucht, Dinge mit einem Gespräch zu erledigen, der persönliche Kontakt war mir sehr wichtig.“

Was bleibt mit fast 14 Dienstjahren? Weber: „Ich habe als Mündener Junge von Anfang an das Vertrauen der Mündener Bevölkerung gespürt und konnte damit sicher und verlässlich arbeiten. Der neue Leiter des Kommissariats ist Dirk Schneider. Während der Ära Weber in Münden wurde im Kommissariat zu ungefähr 30.000 Straftaten ermittelt und es wurden circa 13.000 Verkehrsunfälle aktenkundig.

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