Grundstück gehört Gesellschaft WWS

Auch die Kaimauer in Hann. Münden weist Beschädigungen auf

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Freigelegt: Die Weserumschlagstelle in Hann. Münden nach den Aufräumarbeiten.

Hann. Münden. Nach den Arkaden kommt die Kaimauer an die Reihe. Wie berichtet, hat die städtische Wirtschaftsförderungsgesellschaft WWS in Hann. Münden die Ruine der Weserumschlagstelle gesichert. Doch auch die Kaimauer weist Schäden auf.

Allerdings schon seit den 1960er Jahren, so WWS-Geschäftsführer Rolf Bilstein - das könne man sogar auf einem alten Tourismus-Video über Münden sehen, das auf Youtube läuft.

Grundstück und Gebäuderuine gehören inzwischen beide der WWS. Die zum Grundstück gehörende Kaimauer werde nächste Woche inspiziert, „das können wir nur bei Niedrigwasser“.

Die Ruine zu sichern sei dringend notwendig gewesen, um Spaziergänger und spielende Kinder vor Schaden zu bewahren. Die WWS sei da als neue Eigentümerin in der Pflicht, macht Bilstein noch einmal deutlich. Im Übrigen habe die Ruine nach wie vor auch eine statische Aufgabe: Die rückwärtige Wand sei Teil der Absicherung der Straße. Einfach abreißen könne man sie nicht, es sei höchste Zeit gewesen, etwas zu tun.

Es gebe weiterhin Interessenten, die den Standort für ein Restaurant oder ein Hotel favorisieren. Diesen könne man nun ein aufgeräumtes Gelände präsentieren. Die Kosten fürs Aufräumen und die Sicherung der alten Mauern mit einem Blechdach trägt die WWS als Eigentümerin - nicht die Stadt Hann. Münden. Sie hatte den Auftrag an die ortsansässige Firma Kirchner vergeben. Eine Ausschreibung sei hier nicht notwendig gewesen, stellt Bilstein klar. Aufträge unter 15.000 Euro können frei vergeben werden, erst danach müssen sie ausgeschrieben werden.

Auch der potenzielle Investor für ein Schwergutterminal unterhalb der alten Weserumschlagstelle (Wasserübungsplatz) sei weiter im Boot. In den nächsten zwei Wochen werde das hydraulische Gutachten vorliegen, so Bilstein. Mit diesem mussten zunächst die Belange des Hochwasserschutzes ausgelotet werden. Das Ergebnis des Gutachtens werde dann eine Arbeitsgruppe diskutieren, zu der außer dem Gutachter und der WWS auch die Stadt und der Investor gehören werden. Der Investor betreibe bereits Anlagen in Duisburg und in Mannheim.

Die beiden Firmen, die bisher die Weserumschlagstelle am häufigsten genutzt haben, haben nach wie vor ein Interesse daran, ihre Schwertransporte hier über den Wasserweg abzuwickeln: Zwar liegen dem Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) noch keine konkreten Termine vor, beide Firmen hätten aber angekündigt, vermutlich in der zweiten Jahreshälfte Schiffstransporte auf den Weg schicken zu wollen, hieß es auf HNA-Anfrage aus dem WSA.

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