Dort brannte eine Matratze

Nach Brand in Polizeiakademie: Staatsanwalt ermittelt wegen Brandstiftung

Hann. Münden. Nach dem Brand in der Polizeiakademie in Hann. Münden ist die Ursache weiter unklar. Klar ist nur: eine technische Ursache hatte der Brand nicht.

In dem Brandfall an der Polizeiakademie Niedersachsen in Hann. Münden ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Göttingen wegen des Verdachts der Brandstiftung. Das bestätigte Oberstaatsanwalt Andreas Buick gegenüber der HNA.

„Es gibt keine Hinweise auf eine technische Ursache des Brands“, so Buick. Die Ermittlungen gehen den Angaben zufolge in zwei Richtungen - entweder fahrlässige oder vorsätzliche schwere Brandstiftung. Man habe derzeit keine Hinweise, die in die eine oder andere Richtung weisen, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Das Feuer war, wie berichtet, am Montag vor einer Woche in der Polizeiakademie in Gimte ausgebrochen. Eine Polizeikommissaranwärterin hatte in der mittleren Etage im „Haus Osnabrück“ Rauchmelderalarm bemerkt und kurze Zeit darauf versucht, das Feuer in dem nicht verschlossenen Zimmer zu löschen. Wegen der starken Rauchentwicklung war ein weiteres Löschen ohne Atemschutz nicht möglich und die Feuerwehr wurde alarmiert.

Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehren aus Münden, Gimte und Volkmarshausen mit 54 Einsatzkräften wurde Schlimmeres verhindert. Drei Studierende der Akademie mussten vorübergehend im Krankenhaus mit leichten Rauchgasvergiftungen behandelt werden, die beiden Mieterinnen des betroffenen Zimmers erlitten einen leichten Schock. Alle fünf Personen, so Oberstaatsanwalt Buick, seien wieder fit und versehen ihren Dienst.

Zimmer wird hergerichtet

Das Zimmer, in dem es gebrannt hatte, werde gereinigt und wieder hergerichtet, sagte Marion Henke, Pressesprecherin der Polizeiakademie Niedersachsen, die ihren Hauptsitz in Nienburg/Weser hat.

Rubriklistenbild: © dpa/Archiv

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