Service für die Mensa im Grotefend-Gymnasium

Nach Catering-Wechsel: Ärger ums Schulessen in Hann. Münden

+
Freie Platzwahl: Seit dem Anbieter-Wechsel isst kaum noch jemand in der Mensa. Die Schüler Evelyn Spomer (15 Jahre, von links), Lorenzo Wienecke (19) und Paulina Medek (17) kritisieren aber nicht nur Auswahl, Preis und Portionsgröße, sie müssen sich auch schon am Vortag für ein warmes Essen anmelden. Tun sie das nicht, bekommen sie lediglich belegte Brötchen.

Hann. Münden. Nachdem der Landkreis Göttingen den Catering-Service für die Mensa im Grotefend-Gymnasium gewechselt hat, beschweren sich Eltern, Schüler und Lehrer jetzt über das Mittagessen.

Seit dem Wechsel in den Sommerferien seien die Portionen kleiner als beim Vorgänger, die Angebotsvielfalt geringer, dafür sind die Mahlzeiten teurer geworden.

„Wir sind sehr unglücklich mit der Situation“, sagt Schulleiterin Heidrun Korsch. Der frühere Anbieter, Catering-Service-Plaul aus Münden, sei bei Schülern und Lehrern beliebt gewesen. Zum Sommer ließ der Landkreis als Schulträger aber den Essensdienst neu ausschreiben.

„Wir wurden informiert, dass sich der bisherige Caterer wieder beworben hat“, sagt die Vertreterin des Schulelternrats, Jana Nitzschke. „Nach einem Probe-Essen vor den Sommerferien stand für uns also fest, dass sich nichts ändern wird“.

Plötzlich habe es dann nach den Ferien geheißen, dass die Firma Bioküche Leinetal aus Göttingen für das Essen sorgt. Den Geschmack am Gymnasium trifft sie offenbar nicht: Der Speisesaal ist mittags leer.

Zu den Wechselgründen sagt Landkreissprecher Ulrich Lottmann, dass Schul-Caterer laut Ausschreibung ihre Mittagessen jetzt unter anderem nach den Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) anbieten müssen. „Für das Grotefend-Gymnasium lag kein Angebot eines geeigneten Bieters vor“, sagt Lottmann. Küchenchef Sven Plaul, der bislang das Essen geliefert hatte, widerspricht: „Wir hätten gerne weitergemacht, erfüllen alle Anforderungen und wurden ohne Begründung ausgeschlossen.“

Der Landkreis, der für Mittagessen sorgen muss, vergab den Auftrag nach Göttingen - und zahlt seitdem Anfahrtskosten. Zur Höhe wollte Landkreissprecher Lottmann sich auf Nachfrage nicht äußern. Angesichts der Beschwerden kündigte er Gespräche mit Schülern, Eltern und Lehrern an.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.