Mehrere Millionen Euro Schaden

Hann. Münden: Bestandsaufnahme der Schäden nach dem Großbrand

Völlig zerstört: Drei Fachwerkhäuser in der Rosenstraße in Hann. Münden.
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Völlig zerstört: Drei Fachwerkhäuser in der Rosenstraße in Hann. Münden.

Nach dem Großbrand in der Mündener Rosenstraße und dem weiteren Teilabriss am Montag bot sich den Mündenern und den Gästen der Stadt am Dienstag ein Bild des Schreckens.

Hann. Münden - Die Rosenstraße war für Fußgänger wieder zugänglich, viele guckten auf die Brandruinen in der Straße. Laut Stadt besteht derzeit keine Gefahr mehr für ein erneutes Aufflammen der Brände, am Montag waren noch vereinzelte Glutnester in einer Zwischendecke des Gebäudes Rosenstraße 9 entdeckt worden (wir berichteten). Eine Sonderermittlungsgruppe der Polizei suchte am Dienstag weiter nach den Ursachen des Feuers. Die Stadt sprach über das weitere Vorgehen.

Die Eigentümer der betroffenen Häuser haben sich am Dienstag zusammen mit Vertretern des Baumamtes, der Polizei und der Versicherungen zu einer Bestandsaufnahme der Schäden in der Rosen- und der Kirchstraße in Hann. Münden getroffen.

Laut Stadtsprecherin Julia Bytom habe, so weit möglich, eine Begehung stattgefunden. Eigentümer und Versicherer hätten zumindest die Häuser näher untersuchen können, die weniger vom Brand selbst und dafür eher durch das Löschwasser geschädigt worden seien. Das betreffe vor allem die Hinterhöfe und die Gebäude in Richtung zur Kirchstraße.

Gleichzeitig habe die Sonderermittlungsgruppe der Polizei die Brandstelle weiter untersucht, um eine mögliche Brandursache zu dinden. Einiege Geschäftsinhaber hätten zudem wieder in ihre Läden gedurft, um die Schäden zu begutachten und Ware auszuräumen.

Einige Läden hätten auch wieder geöffnet und verkauften wieder Ware, so Bytom. Alle Bewohner, die ihre Häuser verlassen mussten, hätten untergebracht werden können. Das sei eine positive Nachricht in dieser schwierigen Situation. Erst nach dem Abschluss der Schadensaufnahme und der Begutachtung der Brandstelle durch die Kriminaltechnik könne man genauer sagen, wie es mit den schwer beschädigten Häusern weitergehe.

Am Montag hieß es bereits, dass der Bauhof möglicherweise weitere Abbrucharbeiten vornehmen müsse. Bei dem Brand in der Mündener Innenstadt waren am Freitag drei Fachwerkhäuser unbewohnbar geworden und weitere Häuser beschädigt worden. Der Schaden wird bisher auf mehrere Millionen Euro geschätzt. Laut Polizei ist noch immer unklar, was das Feuer in einem Geschäftshaus in der Hann. Mündener Rosenstraße und den nachfolgenden verheerenden Großbrand ausgelöst habe (wir berichteten).

Für die weiteren Ermittlungen zur Brandursache sei beim Polizeikommissariat Hann. Münden eine Sonderkommission eingerichtet worden. Die Kirchstraße sei mittlerweile wieder komplett freigegeben. In der Rosenstraße bleibe der Bereich in Höhe der beschlagnahmten Brandstelle weiter abgesperrt. Fußgänger könnten dort aber passieren, so die Polizei.

Ungebrochen ist derweil die Hilfsbereitschaft der Mündener. Der Verein Rock for Tolerance sammelt Spenden für die Betroffenen:

Kontoinhaber:

Rock for Tolerance e.V. Bank: Sparkasse Göttingen, IBAN: DE12 2605 0001 0165 1179 20, Verwendungszweck: BRANDHILFE1120, Name + Postadresse.

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