Baubeginn am 6. Juni 

Bonaforther protestieren: Nächste Hangbaustelle an B496

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Bahnübergang Bonaforth: Der Hang über der Bundesstraße 496 zwischen dem Bahnübergang und dem Abzweig nach Bonaforth muss saniert werden. Zum provisorischen Schutz vor herabfallendenem Geröll steht seit längerer Zeit eine Holzwand. 

Hann. Münden. Der Hang an der B496 wird bald saniert. Die Bonaforther protestieren gegen eine Vollsperrung der Straße: Sie übergaben der Stadt eine Unterschriftenliste.

Der Hang über der Bundesstraße 496 zwischen Hann. Münden und Bonaforth macht an zwei Stellen Probleme: Im Bereich der Kaskade soll er genauso mit Dübeln und Netzen befestigt werden wie jetzt auch an der B 80, erläuterten Jürgen Liebrecht, Bereichsleiter Sicherheit und Ordnung, und Martin Böhmer, Sachbearbeiter der städtischen Verkehrsbehörde. 

Betroffen ist ein Abschnitt vom Bahnübergang bis etwa zum Abzweig Bonaforth. Zwischen Hann. Münden und dem Bahnübergang wiederum könne man sehen, dass eine Bruchsteinmauer sich bereits Richtung Straße gewölbt hat. Dort werde der Hang ausgebaggert.

Baubeginn soll am 6. Juni sein, dann wird der Verkehr zunächst einseitig mit einer Ampelregelung an der Baustelle vorbeigeführt. In den Sommerferien werde vom 27. Juni bis zum 3. August die Straße jedoch voll gesperrt, danach noch einmal halbseitig.

Um den Brandschutz sicherzustellen werde nach Bonaforth ein weiteres Feuerwehrfahrzeug gebracht, Feuerwehrleute dürfen im Einsatzfall über die Schleuse ins Dorf fahren. Außerdem werde im Ernstfall die Feuerwehr Lutterberg mit alarmiert, die Bonaforth von oben erreichen kann.

Der Rettungsdienst werde ebenfalls über Staufenberg sichergestellt. Im Notfall würde auch ein Hubschrauber nach Bonaforth geschickt.

Für die Bonaforther solle außerdem wieder das Parken an der Schleuse erlaubt werden, von wo aus sie zu Fuß in den Ort gehen können.

Im nächsten Jahr plant die Bahn, an der gleichen Stelle am Hang zu arbeiten, die Schwerlastmauer solle ausgetauscht werden. Man habe besprochen, ob man die Bauarbeiten gleichzeitig erledigen könne, so Böhmer und Liebrecht. Aber die Arbeiten seien jeweils so aufwendig und mit so großem Gerät zu machen, dass man sich gegenseitig behindern würde.

Nein zur Vollsperrung

Unterdessen hat der Ortsrat Bonaforth während seiner jüngsten Sitzung bei fünf Ja-Stimmen und einer Enthaltung den Bürgermeister und die Verwaltung der Stadt aufgefordert, sich gegen eine Vollsperrung der B 496 mit allen notwendigen Rechtsmitteln einzusetzen. Die SPD-Fraktion hatte einen entsprechenden Antrag eingebracht.

Eine Vollsperrung würde die tägliche Versorgung der Bonaforther in erheblichem Maße einschränken, heißt es in der Begründung. Notwendige Arzt-, Klinik- oder Dialysefahrten wären zeitlich und finanziell nicht zumutbar. Fahrten zum Arbeitsplatz, Essenslieferungen, Pflegediensteinsätze wären nicht mehr machbar. „Eine Vollsperrung ist unter Einbeziehung aller technischen Möglichkeiten nicht notwendig. Dafür gibt es vergleichbare Referenzen in der Region und anderen Landesteilen“.

Über 140 Unterschriften

Roland Sittig, Ortsbürgermeister und Vorsitzender der SPD-Fraktion im Ortsrat, überreichte Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener zudem eine Unterschriftenliste, mit der sich über 140 Bonaforther gegen eine Vollsperrung aussprechen. Noch in der Ortsratssitzung erklärte Wegener, dass die Stadt bereits alles unternommen habe, um die Vollsperung zu verhindern.

Die Straßenverkehrsbebehörde in Bad Gandersheim habe aber erklärt, dass dies nicht möglich sei, weil für die Arbeiten der gesamte Straßenraum benötigt werde. Zudem müssten auch Arbeitsschutzrichtlinen eingehalten werden.

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