1. Startseite
  2. Lokales
  3. Hann. Münden
  4. Hann. Münden

Trotz starken Regens: Natur im Raum Hann. Münden fehlt weiter Wasser

Erstellt:

Von: Ekkehard Maass

Kommentare

Trockenheit und Windwürfe haben im Wald ihre Spuren hinterlassen. 2020 wurden zahlreiche alte Buchen nahe des neuen Bürgerwalds gefällt. ARCHIV
Trockenheit und Windwürfe haben im Wald ihre Spuren hinterlassen. Das gilt auch für den Raum Hann. Münden. (Symbolbild) © Cornelia Höhne

Die Niederschläge der vergangenen Wochen reichen nicht aus, der Natur fehlt weiter Wasser. Das gilt auch für den Altkreis Münden.

Altkreis Münden – Der Regen der vergangenen Wochen hat der Natur gut getan, aber um die Defizite früherer Monate ausgleichen zu können, müsse es kontinuierlich weiterregnen, so der Tenor unter Experten. In den tieferen Schichten seien die Böden immer noch zu trocken. Um mehr als die oberen zehn bis 15 Zentimeter zu erreichen, seien auch in den nächsten Monaten ergiebige Regenfälle nötig, sagt Michael Rudolph, Sprecher der Niedersächsischen Landesforsten.

Raum Hann. Münden: Böden immer noch zu trocken

Der Wald sei immer noch geprägt von fünf Trockenjahren. „Wir brauchen weiter lang anhaltenden Regen.“ Es fehlte in der Region auch der Schnee, der langsam abtaue und in die Böden versickere. Entscheidend, vor allem auch für die Aufforstungsflächen mit den jungen Pflanzen, sei nun, wie viel Regen in der Vegetationsphase der Bäume falle.

Im Mündener Stadtwald habe der Regen die rund 200 neuen Kolke gut gefüllt, zieht Försterin Susanne Gohde, Leiterin der Betriebs Stadtwald, eine Bilanz der vergangenen Regenwochen. Bei den Kolken handelt es sich um drei bis vier Meter breite Tümpel mit einer Tiefe von etwa einem Meter, die im Wald als kleine Regenrückhaltebecken in den vergangenen zwei Jahren angelegt wurden, damit das Wasser im Wald bleibt und nicht über Bäche und Gräben rasch wieder abfließt.

Kolke im Hann. Münden Stadtwald

Die Kolke waren eine Reaktion auf die große Trockenheit im Wald, getragen von Spenden von Mündener Bürgern. Rund 100 Euro koste es, einen Kolk anzulegen. Und es sollen weitere folgen, sagt Gohde. Mancher Mündener hätte sogar mehrere Kolke gespendet, um dem Wald zu helfen.

Achim Hübner, Geschäftsführer des Landvolks Göttingen, sagt zum Regen der vergangenen Wochen: „Aus unserer Sicht war es eher zu wenig Niederschlag.“ Nach wie vor seien die Böden nicht aufgefüllt. Ein sicheres Zeichen dafür sei, dass die Drainagen noch nicht liefen. Die Niederschläge seien in den vergangenen zwei Monaten „langsam und gleichmäßig“ gefallen, „Böden konnten das Wasser aufnehmen und es wurde keine Erosionen ausgelöst“, so Hübner. Es könne gerne langsam weiter regnen. (Ekkehard Maaß)

Auch interessant

Kommentare