Bezirksgruppe Weserbergland

Natur im Garten: Ortsgruppe Hann. Münden berät zu naturnahen Gärten

Dr. Hermann Dreyer überreicht Eleonore Dehnert eine Plakette von Natur im Garten
+
Erster Garten mit „Natur-im-Garten“-Plakette in Münden: Dr. Hermann Dreyer (links) und Eleonore Dehnert beraten zum Thema naturnaher Garten.

Die österreichische Initiative „Natur im Garten“ hat jetzt eine Ortsgruppe in Hann. Münden: Dr. Hermann Dreyer und Eleonore Dehnerdt haben sich von dem Netzwerk ausbilden lassen und können nun über naturnahe Gärten informieren und diese zertifizieren. Lizenznehmer für die Bezirksabteilung Weserbergland ist der Förderverein Landesgartenschau Höxter.

Ursprünglich hatten sie sich für die Initiative „Hann. Münden blüht und summt“ bei „Natur im Garten“ fortgebildet, erzählen die beiden. Nun wollen sie ihr Wissen weitergeben und Ansprechpartner für Gärtner im Raum Hann. Münden sein. Neben Beratungen zur Gartengestaltung und -pflege sind Workshops und ein Stammtisch geplant.

„Naturnahe Gärten sind bestenfalls Wohlfühloasen und Entspannungsorte für uns Menschen. Aber nicht nur das, sie bieten Lebensraum für die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt“, sagt Eleonore Dehnerdt. Sie zeichnen sich beispielsweise durch einen naturbelassenen Rasen, heimische Pflanzen und Nützlingsunterkünfte aus.

Auch Klimaschutzaspekte werden bewertet, wie Plastikfreiheit und der Verzicht auf Bodenversiegelung. Auf Kunstdünger und Pestizide wird selbstverständlich verzichtet. Wer diese und mehr Kriterien erfüllt, kann mit einem Zertifikat und einer Plakette von „Natur im Garten“ ausgezeichnet werden. Auch Eleonore Dehnerdt hat diese Zertifizierung mit ihrem Garten durchlaufen. „Ich habe meinen Garten früher auch anders gepflegt“, erzählt die Rentnerin. Nicht jeder habe neben dem Beruf die Zeit, sich intensiv um einen Garten zu kümmern, „das ist verständlich“. Vor einigen Jahren habe sie sich dann bewusst für die zeit- und arbeitsaufwendige Beschäftigung entschlossen.

Was auf konventionelle Gärtner wie eine ungepflegte „wilde Ecke“ wirken kann, bietet in ihrem Garten Lebensraum für Insekten – Totholz, Unkraut und ausgeblühte Pflanzen erhalten ihren Platz. Doch nur ein insektenfreundlicher Garten zwischen Schotter und Pestiziden reicht nicht aus, um Lebensräume zu schaffen, betont Hermann Dreyer. Die Gartenberater wünschen sich ein Netzwerk aus naturfreundlichen Gärten in Hann. Münden. „Ich möchte Anstecken mit der Freude an der Natur“, sagt Eleonore Dehnerdt.

Kontakt: Eleonore Dehnerdt, E-Mail: eloquent@t-online.de; Dr. Hermann Dreyer, E-Mail: hermann-dreyer@t-online.de

(von Kim Henneking)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.