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Neubau der Mündener Weserbrücke ab Herbst 2023 im Blick

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Blick auf die Weserbrücke: Seit 2015 ist klar, dass das Bauwerk durch einen Neubau ersetzt werden muss. Gegen die Pläne hatte der Mündener Bauverein geklagt, dem ein mehrstöckiges Haus (rechts) neben der Brücke gehört. Die neue Brücke soll 15 Meter näher an dem Haus vorbeiführen. Er befürchtet mehr Lärm für seine Mieter.
Blick auf die Weserbrücke: Seit 2015 ist klar, dass das Bauwerk durch einen Neubau ersetzt werden muss. Gegen die Pläne hatte der Mündener Bauverein geklagt, dem ein mehrstöckiges Haus (rechts) neben der Brücke gehört. Die neue Brücke soll 15 Meter näher an dem Haus vorbeiführen. Er befürchtet mehr Lärm für seine Mieter. © Thomas Schlenz

Der Herbst 2023 ist nun als neuer Termin für den Neubau der Weserbrücke im Visier.

Hann.Münden – Für den Neubau der baufälligen Weserbrücke in Hann. Münden haben die Planer nun als Startpunkt den Herbst 2023 im Blick. Das setze aber voraus, so Dieter Schultz von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, dass es keine Klage mehr gegen das Projekt gibt.

Derzeit versucht die Behörde, den Planfeststellungsbeschluss aus dem Jahr 2018 „zu heilen“, den das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht als „rechtswidrig und nicht vollziehbar“ zurückgewiesen hat.

Es würden Daten erhoben, deren Fehlen das Gericht bemängelt habe, und an den Landkreis Göttingen als Träger des Planfeststellungsverfahrens übermittelt. Der leitet dann ein sogenanntes Planergänzungsverfahren ein. Denn das Gericht habe den Beschluss nicht aufgehoben, sondern nur Mängel festgestellt, so der Kreis. Der Planfeststellungsbeschluss werde neu gefasst und dann öffentlich ausgelegt. Auch er könne beklagt werden.

Gegen den Beschluss aus dem Jahr 2018 ist der Mündener Bauverein vor Gericht gezogen und hatte Recht bekommen. Die Umweltverträglichkeitsprüfung sei defizitär und die Entscheidung des Landkreises, die neue Brücke flussabwärts parallel zum alten Bauwerk zu errichten, weise Mängel auf. Der Bauverein hatte Klage eingereicht, weil er befürchtet, dass der Verkehrslärm für die Mieter seines Hauses an der Veckerhäger Straße deutlich zunehmen wird, sollte die neue Brücke wie geplant neben der bisherigen flussabwärts errichtet werden.

Das mehrstöckige Gebäude mit 20 Wohnungen steht in unmittelbarer Nachbarschaft. Die neue Brücke liege dann etwa 15 Meter näher an dem Haus als die bisherige, so Jörg Wieland, Geschäftsführer und hauptamtliches Vorstandsmitglied des Bauvereins. Er plädiert dafür, den jetzigen Standort beizubehalten.

Offen ist noch, wie die alte Brücke bis zum fertigen Neubau genutzt werden kann. Die Restnutzungszeit, also der Zeitraum, in dem sie in der jetzigen Form noch sicher betrieben werden kann, läuft nach früheren Angaben der Verkehrsbehörde Ende 2022 aus. Deshalb werde von Statikern überprüft, ob eine Verlängerung der Nutzungsdauer möglich ist.

Daraus könne sich aber auch ergeben, dass die Brücke zwar weiter befahren werden dürfe, aber nur in eingeschränkter Form mit weniger Last. So sei denkbar, nur noch zwei der vier Fahrspuren für den Verkehr freizugeben oder eine Tonnagebeschränkung vorzuschreiben. Ekkehard Maass

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