Hoheitsgebiet des Landkreises Göttingen

Neue Landesgrenze zwischen Hessen und Niedersachsen an B3 markiert

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Schild an der Landesgrenze: Hier wird für Autofahrer auf der B 3 und Radfahrer auf dem Fuldaradweg R 1 deutlich erkennbar, dass sie von Hessen nach Niedersachsen in den Landkreis Göttingen kommen.

Die neue Hessisch/Niedersächsische Landesgrenze an der Bundesstraße 3 zwischen Fuldatal-Wilhelmshausen und Hann. Münden ist jetzt auch optisch erkennbar. 

Kurz nach der Rattbachbrücke weist ein Schild mit dem Kreiswappen darauf hin, dass ab hier das Hoheitsgebiet des Landeskreises Göttingen und damit das Land Niedersachsen beginnt. Nachdem die Bundesstraße in den Jahren 2006 bis 2007 auf einer Strecke von etwa 1,5 Kilometern ab der Rattbach bis zur Landesgrenze kurz vor Hann. Münden ausgebaut wurde, vereinbarten die beiden Länder eine Grenzänderung, die in den Jahren 2014 und 2015 vollzogen wurde. 

Damit verbunden war ein Gebietsaustausch. Er sollte eine einheitliche und sinnvolle Bewirtschaftung der B 3 durch das Land Niedersachsen ermöglichen, weil die Straße hier bisher weitgehend im Bereich des hessischen Gutsbezirks Reinhardswald lag. So kam es, dass die neue Grenze an den Nordrand der Bundesstraße, an den Hang des Reinhardswaldes verlegt wurde. 

Das Land Niedersachsen wurde um rund 23 000 Quadratmeter größer. Die alte Grenze, die ab der Rattbach zwischen Straße und der Fulda verlief, ist in diesem Bereich noch durch zwei Grenzsteine aus dem Jahre 1838 markiert. In deren Nähe wechselt die neue Grenze jetzt über die Bundesstraße an den Hang des Reinhardswaldes. Auf der hessischen Seite sind sie für das damalige Kurfürstentum Hessen mit KFH und auf der niedersächsischen Seite mit KH für Königreich Hannover beschriftet.

Hessen erhielt im Zuge dieser Änderung eine Fläche von etwa 900 Quadratmetern, die aus dem Gebiet der Gemeinde Staufenberg an die Gemeinde Nieste im Landkreis Kassel fielen, damit gemeindliche Einrichtungen in ihren Gemarkungsbereich kamen.

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