Der neue Landkreis Göttingen ist geboren

Herzlich willkommen: Landrat Bernhard Reuter (rechts) begrüßt Ministerpräsident Stephan Weil in Osterode. Foto: Krischmann

Osterode/Hann. Münden. Ein neuer Landkreis ist geboren: Am Dienstag, 1. November, schlug bei einem Festakt in der Stadthalle Osterode die Geburtsstunde des großen Landkreises Göttingen. Zu ihm haben sich die bisherigen Landkreise Göttingen und Osterode zusammengeschlossen.

Und das freiwillig, das sei bundesweit einmalig, betonte Landrat Bernhard Reuter (SPD) bei der Pressekonferenz. Mit rund 320 000 Einwohnern gehört der Kreis zu den bevölkerungsreichsten Landkreisen Niedersachsens.

Prominenter Taufpate war Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). In seiner Festrede vor geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur sagte Weil, der freiwillige Zusammenschluss sei ein „Beweis der Weitsicht“, gerade in Osterode: Den Namen aufgeben zu müssen, sei sicher einigen Bewohnern des kleinen Landkreises am Harz schwer gefallen. Es sei aber vor dem Hintergrund der Herausforderungen, insbesondere der Abfederung des demografischen Wandels, die richtige Entscheidung gewesen. Südniedersachsen brauche einen starken Landkreis Göttingen, und den gebe es jetzt. Wissenschaft und Wirtschaft, das präge den Kreis mit der Universitätsstadt Göttingen als Oberzentrum.

Landrat Reuter hob hervor, es habe sich nicht ein Kreis A dem Kreis B angeschlossen, sondern es sei eine Fusion auf Augenhöhe gewesen. Der neue Landkreis Göttingen starte auf einem stabilen finanziellen Fundament. Dies sei nur möglich gewesen durch die Entschuldungshilfe von 80 Millionen Euro, die das Land Niedersachsen den beiden Landkreisen gegeben habe. Dafür danke er Landesregierung und Landtag, insbesondere Ministerpräsident Weil und Innenminister Pistorius.

Osterodes Bürgermeister Klaus Becker, der für die Kommunen sprach, hob die Bedeutung der Dienstleistung für die Bürger vor. Diese müsse weiter vor Ort angeboten werden, und so, wie die Fusion umgesetzt wurde, sei dieser Service weiterhin gegeben. Osterode werde gemeinsam mit den beiden anderen Mittelzentren Duderstadt und Hann. Münden ein wichtiges Rückgrat des neuen Kreises bilden.

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