Freier Eintritt am Eröffnungstag 

Ab Samstag: Neue Sonderausstellung im städtischen Museum Hann. Münden 

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Charme der 60er-Jahre: Die historische Werrabrücke noch mit Asphalt und in beide Richtungen befahrbar. Das Gebäude vorne rechts wurde später abgerissen.

Hann. Münden. Das städtische Museum Hann. Münden beendet seine Winterpause und lädt zu einer neuen Sonderausstellung ein. Diese wird am Samstag eröffnet. 

Das Städtische Museum Hann- Münden geht mit einer Sonderausstellung in die neue Saison: „Willkommen in Hannoversch Münden. Eine Stadt im Aufbruch in die Moderne. Münden 1959 - 1969“ heißt die Ausstellung, die am Samstag, 30. März, um 16 Uhr eröffnet wird. Der Eintritt am Eröffnungstag ist frei. 

Im Mittelpunkt der Ausstellung werden ausgesuchte Fotografien stehen, die Stadtarchivar Stefan Schäfer zusammengestellt habe, so Museumsleiterin Martina Krug. Es seien vor allem ambitionierte Arbeiten der beiden Fotoamateure Walter Sterner (1925-2014) und Georg Prochnow (1920-1989) zu sehen. Die zwei Mündener fotografierten aus Leidenschaft. Während die Sammlung Sterner durch seinen Neffen Michael Müller an das Stadtarchiv Hann. Münden abgegeben worden sei, habe das Album von Georg Prochnow auf dem Flohmarkt erstanden werden können.

Blick in Mündens Vergangenheit 

Aufwändig hatten Farb-Dias gescannt und anschließend behutsam digital bearbeitet werden müssen, bevor sie nun, frisch vergrößert, einen Blick in die mittlerweile 50 bis 60 Jahre zurückliegende Vergangenheit Mündens gewähren. Dass diese Fotografien sich grundlegend von der „Handy-Knipserei“ der Gegenwart unterscheiden, unterstreiche die Inszenierung eines Fotolabors, in welchem ausdrucksstarke Schwarz-Weiß-Fotos zu sehen sein werden.

Zehn Jahre nach Gründung der Bundesrepublik habe sich das Gesicht der Stadt an vielen Stellen geändert. Neue Stadtviertel waren entstanden, ein einzigartiges Hochbad eröffnet worden. Die Zahl der Kraftfahrzeuge ging sprunghaft in die Höhe, der Verkehr forderte mehr Platz. In der Innenstadt pulsierte in vielen Geschäften das Leben und der jährliche Schüttenhoff (Schützenfest) begeisterte Jung und Alt, heißt es in der Einladung.

In Hann. Münden entschied man sich für Sanierungen, die den Charakter einer Fachwerkstadt untermauern sollten. Der Fremdenverkehr nahm Fahrt auf. Das vom Mündener Grafiker Rudi Fäcke entworfene Signet eines „fliegenden Kofferhirsches“ habe Hann. Münden als „Waldstadt an den drei Flüssen“ bekannt gemacht.

Objekte der 60er-Jahre des hiesigen Museums sowie Leihgaben des Museums in Uslar und aus Privatbesitz sollen diese Zeiten des Aufbruchs wieder lebendig werden lassen.

Ein Phonoschrank, der Fernseher für das einzige Fernsehprogramm „Das Erste“ gehöre genauso dazu wie etwa zeitgenössisches Spielzeug. Die Ausstellung lade alle Besucher ein, die Welt der 60er-Jahre in Hann. Münden wieder zu entdecken.  

Öffnungszeiten und Preise

Das Städtische Museum im Welfenschloss, Schlossplatz 5, Hann. Münden, ist geöffnet vom 31. März bis Ende April mittwochs bis sonntags 13 bis 16 Uhr, im Mai mittwochs bis sonntags von 11 bis 16 Uhr; Ostersonntag und Christi Himmelfahrt: geöffnet. Eintritt: Kinder bis sieben Jahre frei, dann 1,80 Euro. Erwachsene: 2,50 Euro, Familienkarte 6,50 Euro, Ermäßigung gibt es für Studenten, Auszubildende, Schwerbehinderte, Sozialhilfeempfänger, Teilnehmer am Freiwilligen Sozialen Jahr und am Bundesfreiwilligendienst (Nachweis bitte vorlegen). Am internationalen Museumstag, 19. Mai, geöffnet bei freiem Eintritt, Motto „Münden in den Sixties“.

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