Großes Verkehrsprojekt in Hann.Münden

Neue Weserbrücke in Hann. Münden ab Mitte 2020 befahrbar

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Die Weser-Brücke in Münden ist marode und wird durch einen Neubau ersetzt. 

Hann.Münden. Es wird für Hann.Münden ein Großprojekt: der Neubau der Weserbrücke, Bestandteil der Bundesstraßen 3 und 80. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr teilt auf Anfrage der HNA mit, dass der Neubau Mitte 2020 fertig sein wird.

Die Planungen laufen längst. Rüdiger Sump vom Gandersheimer Amt geht davon aus, dass innerhalb eines Jahres ein rechtskräftiger Planfeststellungs-Beschluss vorliegt. „Wir müssen so schnell wie möglich anfangen“, sagt Sump. Die Brücke aus dem Jahr 1961 weist Schäden auf, eine Gefahr für den Verkehr besteht aber den Angaben zufolge derzeit nicht.

Der Experte rechnet damit, dass das Bauvorhaben spätestens Anfang 2019 umgesetzt wird, „so dass dann jeder sehen kann, dass gebaut wird“, sagt Sump.

Der Verkehr soll auch während der Bauphase über die alte Brücke fließen. Generelle Vollsperrungen seien nicht geplant, so Sump. Im Durchschnitt fahren täglich etwa 16.000 Fahrzeuge über die 210 Meter lange Brücke. Während das alte Brückenbauwerk noch befahren wird, entsteht in unmittelbarer Nähe in Richtung Gimte der neue Bau.

Die alte Brücke wird abgerissen, sagte der Chef der Landesbehörde in Gandersheim, Udo Othmer, bereits Anfang 2015. Rüdiger Sump: „Die neue Brücke wird annähernd so aussehen wie die alte.“ Etwa 15 Meter wird sei breit. Die beiden Ampelanlagen auf beiden Flussseiten fallen aber weg - dafür entstehen Kreisel. Kreisverkehre, das hätten Untersuchungen ergeben, böten eine höhere Verkehrssicherheit, so Sump. Außerdem seien die Unterhaltungskosten niedriger. Die Durchmesser der Kreisel sollen 35 Meter betragen.

Die geschätzten Kosten des Bauvorhaben liegen bei circa zehn Millionen Euro. Die Landesbehörde wird am Donnerstag, 30. Juni, ab 18 Uhr im Welfenschloss über das Vorhaben informieren. 

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