Diskussion um Namensgebung

Neuer Kirchenkreis soll Göttingen-Münden heißen

St. Blasius-Kirche in Hann. Münden
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Die St. Blasius-Kirche in Hann. Münden ist die größte Kirche im alten Kirchenkreis. Münden.

Nach dem Zusammenschluss der beiden Kirchenkreise Göttingen und Münden soll der neue Kirchenkreis Göttingen-Münden heißen. Das zumindest ist der Wunsch der Kirchenkreissynode Münden, deren Mitglieder sich bei ihrer Sitzung am 22.11.2021 mit großer Mehrheit für diesen Namen aussprachen.

„Bei der Namensfindung können die betroffenen Kirchenkreissynoden nur Vorschläge machen, die Entscheidung trifft dann die Landeskirche“, betonte der Kreissynoden-Vorsitzende Dietmar Lambach bei der wegen der aktuellen Corona-Entwicklung als Online-Konferenz abgehaltenen Sitzung. Lambachs Mitteilung, dass sich zuletzt im aktuellen Kirchenkreis Göttingen eine große Mehrheit dafür ausgesprochen habe, diesen Namen auch nach der Zusammenlegung beibehalten zu wollen, sorgte für eine lebhafte Diskussion unter den 30 stimmberechtigten Sitzungsteilnehmern.

„Das Argument, dass der Name Kirchenkreis Göttingen eher eine Anziehungskraft auf junge Pastorinnen und Pastoren ausübt, sehe ich nicht“, meinte etwa Pastorin Annette Lapp und schlug vor, den neuen gemeinsamen Kirchenkreis Weser-Leine zu nennen. Barbara Jankowski sprach sich „allein schon aus Sentimentalität“ für den Namen Göttingen-Münden aus. „Schließlich würde der Name unseres Kirchenkreises ansonsten komplett verschwinden“, meinte sie.

„Ich würde es charmant finden, einen neuen Namen zu finden, um zu zeigen, dass hier etwas Neues entsteht“, meinte Superintendent Thomas Henning. Genau wie Barbara Jankowski plädierte er für den Namen Kirchenkreis Göttingen-Münden. „Aber ich bin froh, dass am Ende das Landeskirchenamt über den neuen Namen entscheidet“, fügte er hinzu.

„Ich denke, dass nur durch den Namen Göttingen-Münden klar wird, dass es in dem Kirchenkreis zwei Dienstbereiche mit zwei Superintendenten gibt“, gab Pastorin Almuth de Buhr-Böckmann zu bedenken. „In den Verhandlungen war man immer mit dem Begriff Göttingen-Münden unterwegs gewesen, daher bin ich überrascht, dass jetzt nur noch Göttingen als Name angedacht ist“, meinte der Schedener Heinz Rüngeling. Und Pastor Henning Dobers setzte noch einen drauf: „Ich finde es sehr unsensibel von der Göttinger Synode, für den Namen des eigenen Kirchenkreises zu votieren“, kritisierte er.

Als einzige Rednerin einen komplett anderen Ansatz verfolgte Renate von Stockhausen. „Ich bin für die einfache Version Kirchenkreis Göttingen“, meinte die Imbserin. „Der Name ist praktisch, kurz und aussagekräftig genug, um sich dort einzugliedern.“ Bei einer Enthaltung votierten am Ende 25 Stimmberechtigte für den Namen Kirchenkreis Göttingen-Münden und nur zwei für den Namen Kirchenkreis Göttingen.

Von Per Schröter

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