700 begeisterte Konzertbesucher 

Göttinger Symphonieorchester: Musik wie aus einem Traum

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Das Göttinger Symphonieorchester.

Hann. Münden. Ein traumhaftes Neujahrskonzert bot das Göttinger Symphonieorchester (GSO) am Samstag in der Weserberglandhalle in Hann. Münden. 

Musiker wie aus einem Traum, ein Dirigent, der sein Orchester mit traumwandlerischer Sicherheit leitete, und eine Saxofonistin, die das Publikum in eine musikalische Traumwelt entführte – so lässt sich das Neujahrskonzert unter dem Motto „Träume“ mit dem Göttinger Symphonieorchester (GSO) am Samstag in der Weserberglandhalle in Hann. Münden beschreiben. 

Große Freude bei den Gastgebern, der Mündener Sparkasse und dem Mündener Kulturring, über die Traumzahl von fast 700 Besuchern. So war es für Sparkassenchef Thomas Scheffler eine große Freude, die Gäste zu begrüßen und ihnen noch alles Gute fürs neue Jahr zu wünschen. Er hieß das Orchester mit dessen Dirigenten Christoph-Mathias Mueller willkommen und berichtete, dass es das letzte Neujahrskonzert unter Muellers Leitung sei.

Der lieb gewonnene Dirigent nimmt eine neue Herausforderung an und wird vermutlich einen neuen Traum verwirklichen. Zum Saisonende im Sommer gibt er den Taktstock an seinen Nachfolger Nicholas Milton ab. Mit einer „Liebesbotschaft” von Johann Strauss (Sohn) eröffnete das GSO die musikalischen Träumereien. Das Stück „Drommelbilleder (Traumbilder) des dänischen Komponisten Hans Christian Lumbye und eine Polka aus der „Nacht in Venedig”, „So ängstlich sind wir nicht” von Johann Strauss (Sohn) sowie „Wind- und Wellenwalzer“ aus Emil Nikolaus von Rezniceks Bühnenmusik zu August Strindbergs Drama „Ein Traumspiel“, waren weniger bekannt, doch traumversunken lauschte das Publikum auch diesen Kompositionen.

Sichtlich gut aufgelegt und äußerst schwungvoll dirigierte Mueller das bestens gelaunte Orchester, dem man die Spielfreude ansah. Mit Charme und Witz erzählte er zu jedem Komponisten und zu jedem Stück eine kleine Geschichte oder gab eine erfrischende Anekdote weiter.

 Im zweiten Teil wurde es mit Stücken der Strauss-Dynastie, die bei keinem Neujahrskonzert fehlen dürfen, recht turbulent. Das Orchester lief zu Höchstform auf und präsentierte temperamentvoll im Wechsel Polkas und Walzer. In die Wiener Traumwelt versetzt wurden die Besucher mit dem Strauss-Walzer „An der schönen blauen Donau“. Als Zugabe gab es den Radetzky-Marsch, bei dem Mueller auch das Klatschen der Zuschauer perfekt dirigierte.

Für Begeisterung und reichlich Applaus sorgte die Saxofonistin Asya Fateyeva. Dieses Instrument ist in sinfonischer Musik nur selten zu hören. Die junge „Echo Klassik“- Gewinnerin präsentierte die Stücke „Legende für Altsaxofon und Orchester“, einem Originalwerk von André Caplet und „Fantaisie brillante sur des airs de Carmen“ von François Borne.

Ihr technisch perfektes Spiel, der bestens modulierte Sound und die Geschmeidigkeit, mit der sie das Saxofon bediente, waren beeindruckend. Auch sie durfte die Bühne nicht ohne Zugabe verlassen.

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