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Neun-Euro-Ticket ist Verkaufsschlager

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 Bild zeigt den Bahnhof Hann. Münden. Menschen am Bahnsteig steigen in Zug Richtung Kassel ein.
In Bussen und Bahnen könnte es ab heute eng werden. Viele Kunden habe sich ein Neun-Euro-Ticket gesichert. Unser Bild zeigt den Bahnhof Hann. Münden. © Amir Selim

Ab heute sind die Karten im ÖPNV gültig. Bundesweit kann der Nahverkehr mit der Karte genutzt werden. Das Ticket seit stark nachgefragt, teilen NVV und VSN mit.

Altkreis Münden – Ab heute gilt im Öffentlichen Personennahverkehr das Neun-Euro-Ticket. Fahrgäste können damit Busse, Straßenbahnen und Züge des Nahverkehrs in der zweiten Klasse nutzen. Der Fernverkehr unter anderem mit ICE, IC, EC ist von dem Angebot ausgenommen. Seit Montag, 23. Mai, wird das Ticket verkauft und stark nachgefragt, wie Nachfragen beim Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) und dem Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (VSN) zeigen.

NVV und VSN zufrieden mit Verkaufszahlen

Im ganzen NVV-Gebiet, also Nordhessen mit Staufenberg und Teilen Hann. Mündens, wurden nach Angaben von Judith Féaux de Lacroix, Sprecherin des NVV, bis Montagabend rund 31 000 Stück verkauft, bis Dienstagabend rechnete der NVV mit 37 000 Neun-Euro-Tickets. Damit sei der Verkauf „gut angelaufen“. Die Zahlen beziehen sich nur auf die Vertriebswege des NVV. Nicht eingerechnet seien die Kartenverkäufe über die Automaten der Deutschen Bahn und den Online-Verkauf über die App der Bahn. Außerdem ist zu bedenken, dass Bestandskunden, die zum Beispiel Jahreskarten haben, kein Neun-Euro-Ticket benötigen. Der monatliche Preis wird in den Monaten Juni 2022 bis August 2022 auf neun Euro reduziert.

Sehr zufrieden mit dem bisherigen Verkauf ist auch der (VSN). Allein über den Verkauf im Servicecenter des VSN in Göttingen, den Vorverkaufsstellen der Göttinger Verkehrsbetriebe und in den Regionalbussen (ausgenommen vom Verkauf sind die Göttinger Stadtbusse) seien in der ersten Woche rund 8800 Tickets verkauft worden. Dafür, dass sie bisher noch nicht genutzt werden konnten, sei das für das VSN-Gebiet mit den Landkreisen Göttingen, Northeim, Holzminden und dem Stadtverkehr Göttingen viel, sagt Christine Eckart, Prokuristin des VSN. Sie rechnet damit, dass es durch die zusätzlichen Fahrgäste auf manchen Strecken vor allem an den Wochenenden zu Engpässen kommen könne. Die Zugunternehmen würden die Kapazitäten aufstocken, im Busverkehr sei dies kurzfristig nicht möglich. Dafür fehle es allein schon an Fahrzeugen und Personal.

Extra-Kapazitäten für möglichen Ansturm am Wochenende

Der NVV plant an Wochenenden, die Kapazitäten auf Regionalzug- und Regiotramlinien im NVV-Gebiet dadurch zu verstärken, „dass mehr Plätze über sogenannte Doppeltraktionen und größere Züge angeboten werden. Aber das ist nicht überall möglich, weil Personal und zusätzliche Fahrzeuge immer Mangelware sind“, so die Sprecherin. Auf die Frage, welche Strecken voraussichtlich besonders nachgefragt seien, teilte sie mit, dass der NVV wie alle anderen Anbieter auch, die tatsächliche Nachfrage nicht abschätzen könne, aber der NVV gehe davon aus, „dass besonders touristische Ziele in der Region besucht werden“. Und dazu gehöre auch Hann. Münden. Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das Neun-Euro-Ticket bieten der VSN und der NVV auf ihren Internetseiten.

Weitere Informationen sowie Fragen und Antworten rund ums Neun-Euro-Ticket finden Sie hier

Informationen beim VSN: vsninfo.de/de/fahrkarten/9-euro-ticket; beim NVV: nvv.de/9-euro-ticket (Ekkehard Maass)

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