Umwelt

Neustart für den verwilderten Forstbotanischen Garten in Hann. Münden

Für den Forstbotanischen Garten haben die Niedersächsischen Landesforsten ein Konzept zur Neugestaltung entwickelt.
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Für den Forstbotanischen Garten haben die Niedersächsischen Landesforsten ein Konzept zur Neugestaltung entwickelt.

Der Forstbotanische Garten in Hann. Münden verwahrlost. Das soll jetzt geändert werden. Jetzt soll ein Plan aus dem Jahr 2017 im Garten umgesetzt werden.

Hann. Münden – Die Mitglieder der Partei „Münden Aktiv“ (MÜNA) finden, dass der Forstbotanische Garten mehr und mehr verwildert und verwahrlost. Morsche Bänke, fehlende Mülleimer, herausgerissene Schilder die umher liegen, Graffiti, Vandalismus und Hundekot runden das Bild ab. Der Sturm Friederike im Januar vor drei Jahren und die anschließende Trockenheit haben zudem Schäden an den Bäumen verursacht.

Das sehen auch die Niedersächsischen Landesforsten/Forstamt Münden so. Deshalb hat Forstamtsleiter Dr. Thomas Schmidt-Langenhorst Kontakt zu verschiedenen Gruppierungen gesucht, Münden Aktiv hat sich gemeldet und während eines Ortstermins signalisiert, Unterstützung zu leisten. Man wünsche sich in der Partei einen Garten, der wieder einladend aussehe.

Unter Federführung von Dr. Schmidt-Langenhorst wurde ein Konzept zur Neugestaltung entwickelt und begonnen, Finanzierungswege zu bahnen. So haben auch einige Sponsoren finanzielle Unterstützung zugesagt.

„Ich war erstaunt, welche konkreten Wünsche Münden Aktiv geäußert hat“, macht Dr. Schmidt-Langenhorst deutlich. „Deshalb soll man auch fragen, was wünscht sich die Mündener Bevölkerung für den Forstbotanischen Garten?“ Auch der Wunsch der Mitglieder von Münden Aktiv sei es, die Interessen der Mündener Bürger und von Touristen miteinzubringen und gemeinsam mit den Niedersächsischen Landesforsten/Forstamt Münden ein stimmiges Gesamtkonzept zu entwickeln, betont Dr. Anne Hafer.

Neustart im Forstbotanischen Garten: Baumpflege, Restaurierung und Gestaltung der Wege sind geplant

Man kann den Forstbotanischen Garten als ein Naturdenkmal, einen echten Schatz, bezeichnen. Bereits im Jahr 1868 wurde das Areal für die Forstakademie Hann. Münden angelegt und beheimatet zahlreiche Bäume aus aller Welt. Da der Besuch des Gartens auch von wissenschaftlichem Interesse ist, wird ein Herzstück in der Gestaltung die Beschilderung der Gehölze liegen. Neben kleinen Schildern mit den Namen der Gehölze sollen größere Schilder Steckbriefe zeigen, mit per QR-Code abrufbaren weiterführenden Informationen. Geplant sind zudem Nachpflanzungen und die Pflege der Bäume, Restaurierung und Gestaltung der Wege.

„Bereits 2017 wurde der Plan schon kommuniziert. Aufgrund der Schadensereignisse waren wir überlastet, denn wir hatten das dreifache an Arbeit ohne zusätzliche Unterstützung und deshalb nicht die Zeit für den Forstbotanischen Garten“, sagt Dr. Schmidt-Langenhorst.

Doch jetzt wolle man am Ball bleiben. Und mit Münden Aktuell sei man jetzt für gemeinsame Pflegearbeiten gut aufgestellt. Erste Realisierungen, wie den durch Vandalismus zerstörten Eingangsbereich wieder in Ordnung bringen, sollen demnächst vonstatten gehen.

Bald sollen Konzerte und Events im Forstbotanischen Garten stattfinden

Auch einige Musterbäume sind ausgewählt, um sie mit Beschilderungen zu versehen. Wichtig sei auch Barrierefreiheit auf den Hauptwegen, aber auch Pfade in entlegene Winkel. Verschiedene Sitzgelegenheiten sollen zum Verweilen einladen, sodass Besucher den Garten nach ihren Bedürfnissen nutzen können. Zur Straße hin soll ein Zaun entstehen, im Garten werden Hecken verschiedene Bereiche abgrenzen. Mittelfristig sollen Konzerte und Veranstaltungen dort möglich sein.

„Wir finden dieses Projekt absolut unterstützenswert und wollen mit der Hilfe vieler Ehrenamtlicher aus der Stadt gleich mit einem ersten Projekt tatkräftig starten“, berichtet Dr. Anne Hafer. Nämlich mit dem Rückschnitt der Brombeeren, am Freitag, 8. Oktober, ab 14 Uhr. „Bitte kommen Sie gesund (3G) mit langer Kleidung und Handschuhen, Harken, Rosen- und Astscheren“, fordert Dr. Hafer auf. Um eine Voranmeldung unter Tel. 0 55 44/95 130 (7.30 bis 15.30 Uhr) wird gebeten. (zpy)

Führung durch den Forstbotanischen Garten

Eine Führung durch den Forstbotanischen Garten in Hann. Münden bietet der Naturpark Münden an. Am Samstag, 16. Oktober, von 14 bis 16.30 Uhr, wird Ute Fellenberg, ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forstlichen Versuchsanstalt Escherode, dort heimische und exotische Bäume und Pflanzen vorstellen. Treffpunkt ist laut der Ankündigung der Eingang des Forstbotanischen Gartens an der Mitscherlichstraße. Der Eintritt für Kinder und Jugendliche ist frei. Der Naturpark bittet um einen Kostenbeitrag von drei Euro für Mitglieder, fünf Euro für Nichtmitglieder. (ter)

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