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Offensive für die Mündener Innenstadt

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Luftaufnahme der historischen Innenstadt von Hann. Münden.
Luftaufnahme der historischen Innenstadt von Hann. Münden. © Christian Mühlhausen

Hann. Münden will für neue Zielgruppen attraktiver werden und die Innenstadt mit neuen Geschäftsideen beleben.

Hann. Münden – Tobias Vogeley, Wirtschaftsförderer der Stadt, und Matthias Biroth von der Hann. Münden Marketing GmbH, drei Projektideen entwickelt, die im Stadtentwicklungsausschuss bereits auf Zustimmung stießen, und über die der Rat der Stadt Anfang Mai entscheiden muss.

Finanziert werden sie im Wesentlichen über das Förderprogramm „Perspektive Innenstadt“ des Landes, aus dem die Stadt ein Budget in Höhe von 355 000 Euro erhält. Es geht im Mai um folgende drei Projekte:

Mit Läden auf Zeit, sogenannten Pop-Up-Stores, sollen Unternehmensgründer mit einem geringen finanziellen Risiko Geschäftsideen in einem Zeitraum von zwei Wochen bis zu zwei Monaten in der Mündener Fußgängerzone ausprobieren können. Die Miete werde, so Vogeley, stark vergünstigt angeboten.

Das zweite Projekt ist ein Online-Stadtführer, der eine Übersicht über die Angebote der Stadt bietet. Wer ein Objekt anklickt, erhält Bilder und Videos dazu und bekommt etwa bei einem Geschäft Infos zum Warenangebot, bei einem Restaurant die Speisekarte und erfährt Wissenswertes über die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Vogeley will damit eine Agentur beauftragen und bereitet eine Ausschreibung vor.

Das dritte Vorhaben ist ein digitaler Stadtführer per Smartphone. Dafür erstellt Matthias Biroth gerade ein Konzept. Damit will er eine Zielgruppe ansprechen, die Städte per Smartphone erkundet. „Augmented Reality“ heißt das Stichwort. Dabei hält der Betrachter die Smartphone-Kamera auf ein Objekt, und es werden virtuelle Bilder eingespielt, etwa von historischen Persönlichkeiten des Ortes, die dazu etwas erzählen, oder aber auch historische Szenerien.

Beim Förderprogramm „Perspektive Innenstadt“ handele sich um ein Sofortprogramm, bei dem es darum gehe, den Auswirkungen der Pandemie auf die Innenstädte zu begegnen und Städte und Gemeinden für die Zukunft zu ertüchtigen, so die Stadt. Mit dem Fördergeld sollen kurzfristig neue Projekte und Konzepte umgesetzt werden. In einem Jahr, bis März 2023, sollen sie dann abgeschlossen sein.

Ein Projekt für das Welfenschloss hat der Rat bereits auf den Weg gebracht. Darin werden 170 000 Euro für eine Machbarkeitsstudie des Ideenkatalogs „Kulturschloss Hann. Münden“ beantragt. (Ekkehard Maass)

Teilnahme und Ideen

Die Stadt Hann. Münden möchte vom 1. Mai 2022 bis Ende März 2023 ein „Pop-Up-Store“-Projekt mit Läden auf Zeit umsetzen. Hierfür sucht Wirtschaftsförderer Tobias Vogeley noch Interessenten, die ihre Geschäftsidee in der Mündener Fußgängerzone ausprobieren möchten. Sämtliche Informationen und Teilnahmebedingungen sind auf der Homepage der Stadt zu finden.

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