Vorher-Nachher-Bild zeigt Auswirkungen

Nach Orkan Friederike: 12.900 Pflanzen für neuen Wald bei Wiershausen

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Vorher und Nachher: Beim Waldbegang 2016 ist noch ein dichter Baumbestand hinter den Mitgliedern der Realgemeinde und Forstgenossenschaft Wiershausen zu sehen. Heute blickt man an derselben Stelle bis nach Hann. Münden, die Bäume fielen Orkan Friederike zum Opfer.

Wie hat sich Orkan Friederike auf den Wald in der Region ausgewirkt? Das wurde jetzt in Wiershausen deutlich.

Realgemeinde und Forstgenossenschaft Wiershausen haben sich kürzlich zur Waldbegehung getroffen, berichtet 1. Vorsitzender Stefan Günther.

Trotz großer Hitze nahmen rund 70 Leute am Waldbegang teil, darunter auch Vertreter des Niedersächsischen Forstamtes Münden, Sabine Steinhoff, Jörg-Uwe Wilke und Raimund Weber.

Betreuungsförster Jörg Uwe Wilke wurde vom 1. Vorsitzenden Stefan Günther verabschiedet, da dieser demnächst in den Ruhstand geht, zugleich wurde Raimund Weber als neuer Betreuungsförster vorgestellt.

Stefan Günther zeigte dann an unterschiedlichen Stationen die unterschiedlichen Maßnahmen und Vorhaben im Wald.

Wald vor Sturm schützen

Unter anderem ging es dabei um die Waldränder und deren Aufgaben und Wertigkeit für den Wald: Sie sollen den Wald vor Sturm schützen, aber auch vor zuviel seitlich einfallender Sonne, sie bieten Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten und sind Blühstreifen – Flächen, die man als solche nicht wahrnimmt, die aber eine wichtige Funktion beim Artenschutz und Insektenschutz haben. Eine weitere Station war eine der vielen Wiederaufforstungsflächen nach Sturm Friederike.

Dort hätten die Mitglieder der Realgemeinde und Forstgenossenschaft rund 500 Stunden abgeleistet und bei diesen Arbeitseinsätzen über 12 900 Pflanzen eigenhändig in die Erde gebracht, berichtet Stefan Günther weiter. Auch in Zukunft werde von den Mitgliedern noch weitere Arbeitseinsätze geleistet werden, da weiter Pflanzungen und Pflegemaßnahmen anstehen.

„Wald geht, Wald kommt, die Natur, der Wald, wird sich seinen Weg suchen, finden, mit Mensch oder auch ohne Mensch, das sollte der Mensch sich bewusst machen.

Der Wald braucht den Menschen nicht, aber wir Menschen den Wald als Lebensgrundlage“, so der Vorsitzende Stefan Günther.

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