Umgestürzte Bäume und fallende Dachziegel 

Orkan Sabine lief im Altkreis Münden glimpflich ab

+
Auf dem Tieplatz in Imbsen war in der Nacht zu Montag ein Baum umgefallen.

Das Orkantief Sabine hat die Region zwar nicht so schwer getroffen, wie anfangs befürchtet – für die Rettungskräfte gab es dennoch einiges zu tun.

In der Samtgemeinde Dransfeld rückten die Wehren zu acht Einsätzen aus, berichtet Matthias Freter. Im Feuerwehrhaus Dransfeld wurde eine Führungsstelle Sonderlagen eingerichtet, die von 16 bis 4 Uhr mit fünf Personen besetzt war. Die Straßen zwischen Löwenhagen und Bursfelde, Meensen und Wiershausen, Ellershausen und Hemeln sowie Varlosen und Wellersen wurden gesperrt.

Im Laufe des Abends mussten die Einsatzkräfte umgefallene Bäume, herabgestürzte Äste und Dachziegel von der Straße räumen.

Die Feuerwehren in der Stadt Hann. Münden hatten für einen Sturmtag „das normale Tagesgeschäft“ abzuarbeiten, betont Dieter Röthig, Stadtbrandmeister der Dreiflüssestadt, im Gespräch mit der HNA. 13 Einsätze, darunter umgestürzte Bäume, herabfallende Dachziegel, aber auch Essen auf Herd in der Wegemannstraße, gehörten dazu. „Eine Person haben wir hier mit Verdacht auf Rauchvergiftung an den Rettungsdienst übergeben.“

Führungsstellen im Altkreis Münden waren eingerichtet

Überall im Altkreis Münden hatte man Führungsstellen eingerichtet, die in direkter Verbindung zur Einsatzleitstelle in Göttingen gestanden haben. „Für unsere drei Führungsstellen im Stadtgebiet Hann. Münden war das ein Testlauf, der hervorragend funktioniert hat“, betonte Mündens Stadtbrandmeister Röthig.

Dieter RöthigStadtbrandmeister

Verschont hat der Sturm am Sonntag und in der Nacht zu Montag die Gemeinde Staufenberg. „Durch die Vorsorgemaßnahmen (frühzeitige Sperrung von Gemeinde- und Kreisstraßen, großflächige Vorwarnung der Bevölkerung) war das Einsatzaufkommen der Feuerwehr Staufenberg gering“, teilt Sprecher Philipp Vogeley mit. Lediglich zu vier Einsätzen wurde die Feuerwehr alarmiert. „In allen Fällen versperrten Bäume die Fahrbahn (Lutterberg im Ort, Uschlag und Spiekershausen jeweils auf Verbindungsstraßen). Diese wurden von der Fahrbahn geräumt“, so Vogeley.

Spaziergänger brachten sich im Wald in Gefahr

Die Stadtverwaltung Münden wies am Montag eindringlich daraufhin, dass in den Wäldern im Raum Hann. Münden Lebensgefahr besteht. „Der Sturm hat noch nicht ganz aufgehört und schon sind die ersten Spaziergänger im Wald unterwegs. Der Betrieb Stadtwald bittet eindringlich, die Wälder zu meiden. Es ist immer noch mit herunterfallenden Ästen und umkippenden Bäumen zu rechnen“, heißt es in einer Mitteilung. 

Eine Straßensperrung zu entfernen, ist ein Straftatbestand, mahnt die Stadt Dransfeld. Orkan Sabine hielt am Sonntag außerdem die Feuerwehren in Stadt und Landkreis in Atem: Insgesamt gab es 80 Einsätze, darunter 20 im Stadtgebiet. „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen“, sagt Frank Gloth von der Göttinger Berufsfeuerwehr. Niemand wurde verletzt. 

Umgestürzte Bäume, heruntergefallene Ziegel und kaputte Hütten

Die Feuerwehren mussten wegen umgestürzter Bäume, heruntergefallenen Dachziegeln und kaputten Hütten ausrücken. Als hilfreich erwies sich die Einrichtung von regionalen Führungsstellen in der Uni-Stadt sowie einigen Städten und Gemeinden im Landkreis. Sie übernahmen die Koordinierung der Einsätze vor Ort und entlasteten so die Leitstelle in Göttingen. 

Die meisten Einsätze gab es in der Zeit vor Mitternacht. Danach beruhigte sich die Lage, hieß es am Montag. Einen ungewöhnlichen Einsatz gab es auf der zweispurigen Bürgerstraße in Göttingen. Dort wurde durch den starken Wind ein Bauzaun auf die Fahrbahn geweht. Dabei wurde ein vorbeifahrendes Auto getroffen. Der Wagen musste abgeschleppt werden

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.