Suche nach Nachfolger bisher vergeblich

Es könnte die letzte Saison sein: Passagierschiff Europa legt Leinen los 

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Anna-Elisabeth Rehbein und Klaus-Dieter Rehbein suchen seit fünf Jahren einen Nachfolger für ihr Fahrgastschiff "Europa". Doch die Eigner haben noch keinen Käufer gefunden. 

Am heutigen Freitag beginnt die Saison der heimischen Fahrgastschifffahrt. Am Karfreitag heißt es um 13 Uhr am Weserstein für das Passagierschiff Europa „Leinen los“.

Für die Eigner der Europa, Familie Rehbein aus Wilhelmshausen, ist es höchstwahrscheinlich die letzte Saison auf Fulda und Weser. „Wir suchen schon seit ungefähr fünf Jahren einen Nachfolger“, sagt Anna-Elisabeth Rehbein. Sie und ihr Mann Klaus-Dieter Rehbein möchten aus Altersgründen das Schiff abgeben. Bislang vergeblich. „Ich habe mir fest vorgenommen, fürs nächste Jahr keinen Fahrplan mehr aufzustellen“, so die 68-Jährige. Alle Versuche, die Europa zu verkaufen, sind bisher gescheitert. Die Rehbeins möchten ihr Schiff am liebsten in  Münden lassen: Hann. Münden mit den Flüssen ohne Fahrgastschifffahrt, das gehe doch nicht.

Mit einem potenziellen Käufer, der zuletzt Interesse an der Übernahme der Europa gezeigt habe, habe es monatelange Verhandlungen gegeben. „Da sind aber einige Modalitäten bisher nicht geklärt“, sagt Anna-Elisabeth Rehbein.

Kaufinteresse habe es bereits in Österreich, Ungarn und Tschechien gegeben, „aber wir möchten, dass die Europa hier weiter in Betrieb bleibt“. Sollte das allerdings nicht möglich sein, werde die Europa notfalls auch ins Ausland verkauft. „Diese Saison ziehen wir noch durch“, sagt Anna-Elisabeth Rehbein, „aber ich warte dann nicht weiter auf die Stadt“.

Die Stadt Hann. Münden hat Interesse, dass es hier mit der Personenschifffahrt weitergeht. „Das Ganze ist ein schwieriges Thema“, sagt der Mündener Wirtschaftsförderer Tobias Vogeley, „aber für Münden und den Tourismus ist die Personenschifffahrt ganz wichtig.“ Die Suche nach einem Nachfolger sei jedoch wie „die Suche nach der Nadel im Heuhaufen“. Vogeley: „Wir werden alles tun, um das Schiff in Münden zu halten.“ Er habe noch einmal mögliche Investoren kontaktiert. Klar ist: Die Zeit drängt. 

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