Personalmangel bringt unerwartete Situation: Zukunft der Hemelner Schule ungewiss

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„Schule gestern und heute“: Eine Theateraufführung der Grundschule Hemeln.

Hann. Münden. Über der Grundschule Hemeln, mit viel Engagement der Eltern und Unterstützung des ganzen Dorfes vorläufig erhalten, steht ein neues Fragezeichen. Die Zukunft scheint weiter ungewiss.

Schulleiterin Karin Redemann geht zum Schuljahresende in den Ruhestand, eine Lehrerin hat eine Versetzung nach Gimte beantragt, es bliebe eine Lehrerin in Teilzeit und eine pädagogische Mitarbeiterin.

Parallel dazu sind an der Grundschule in Gimte zwei Stellen neu zu besetzen, die durch Pensionierung frei werden. So brachte Jens Wilhelm, Schulleiter in Gimte, eine neue Variante in die Diskussion des Hann. Mündener Gesellschaftsausschusses: Die Hemelner Lehrerinnen könnten zum neuen Schuljahr mitsamt „ihren“ Kindern an die Grundschule Gimte wechseln. Dann wäre für die Kinder der Übergang einfacher, weil sie ihre vertrauten Lehrerinnen behalten würden.

Bisher gebe es keine Bewerbung für die Schulleiterstelle in Hemeln. Er sei bereits gefragt worden, ob er die Hemelner Grundschule kommissarisch leiten würde, so Wilhelm, das habe er jedoch abgelehnt, weil ihm diese Stunden dann in Gimte fehlen würden.

Bis zum Jahr 2019 gebe es Verträge mit den Eltern, erinnerte Dirk Wedekind (SPD), die zudem auch Geld eingebracht hätten - über 40.000 Euro - um den Fortbestand der kleinen Grundschule zu sichern. Als es um den Erhalt der Schule ging, hätten die Eltern ihre Argumente vorgebracht, sagte Wedekind, der nicht davon ausgeht, dass sich deren Meinung inzwischen geändert habe. Angesichts der neuen Situation schlug er aber vor, noch einmal mit den Eltern zu sprechen. Wenn die Schulleiterstelle nicht besetzt werden könne, müsse man ohnehin neu diskutieren.

Ein erneutes Gespräch schlug auch Frank Stryga, beratendes Mitglied im Ausschuss, vor. Dabei dränge die Zeit, denn die Stellen in Gimte müssten im Februar ausgeschrieben werden, wie Jens Wilhelm erklärt hatte.

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