Segnung als Schutz vor Unheil

Pfarrer segnete erstmalig 23 Pferde in Hemeln

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Kurz stillhalten: Pastor Philipp Mohnke-Winter segnet das Pferd Moonlight mit Reiterin Alina Stichweh.

Hemeln. Ein Segen für vier Hufen: Das kam nun 23 Pferden in Hemeln zuteil, die von einem Pfarrer anlässlich des neuen Jahres gesegnet wurden.

Recht feierlich ging es bei der ersten Pferdesegnung der Reiterfreunde Hemeln in der Reithalle zu. Die vielerorts seit Jahrhunderten gepflegte Tradition, bei der den Pferden für ihre treue Begleitung des Menschen seit über 6000 Jahren gedankt wird, soll nun auch jährlich in Hemeln stattfinden.

Dazu sollen auch andere Reitvereine aus Münden eingeladen werden. Tanja Mundt, Vorsitzende des Vereins Reiterfreunde, ging in der Begrüßung etwas näher auf die in diesen Breiten weniger etablierte Pferdesegnung ein.

Pferde haben die Menschen in Kriegen und Schlachten begleitet, wurden im Handel, in der Landwirtschaft, bei Waldarbeiten, im Berg- und Kohleabbau eingesetzt.

„Ohne die Pferde wäre unsere Geschichte anders verlaufen“; stellte Tanja Mundt fest. Deshalb sind die Menschen den Tieren dankbar. Viele Pferdefreunde haben eine sehr enge Bindung zu ihren Pferden. Deshalb wird bei der Zeremonie Gottes Segen erbeten, um Pferd und auch Reiter vor Unheil und Krankheit zu bewahren. Eingebettet war die Segnung in einen Gottesdienst mit Lesung, Gesang und Gebet.

Schleife als Belohnung: Pastor Philipp Mohnke-Winter segnet das Pferd der Reiterin Emma Koch. 

Gemeindepfarrer Philipp Mohnke-Winter sagte noch einiges zu Tieren allgemein: Sie haben keine Vorurteile, sie spüren, ob es Menschen gut mit ihnen meinen, sie haben für die Menschen Zeit, sie genießen den Augenblick, machen sich keine Sorgen um morgen. Von ihm wurden 23 Pferde für das laufende Jahr gesegnet. Dabei ging er zu jedem Pferd, wechselte einige Worte mit den Reitern und zelebrierte Gottes Segen mit Handauflegen auf dem Kopf.

Außerdem wurde den Pferden eine blau-weiße Turnierschleife mit Aufschrift „1. Pferdesegnung Hemeln“ angelegt. Viele Zuschauer genossen die stimmungsvolle Prozession, die von den Jagdhornbläsern der Jägerschaft Münden mit Teilen der Hubertusmesse musikalisch begleitet wurde.

Bereits vor dem Gottesdienst herrschte emsiges Treiben in der Reithalle, mit dem Aufzäumen und Schmücken der Pferde. Sie wurden gestriegelt, die Mähnen und Schweife teilweise geflochten, und mit Blumen und Bändchen verziert.

Großes Aufgebot: Es gab großes Interesse an der Pferdesegnung in Hemeln. 

Einige Reiter trugen dem Anlass angemessen ein schwarzes Sakko, weiße Reithose, Reitkappe und schwarze Stiefel, andere waren in legerer Kleidung erschienen.

Bei einem anschließenden gemütliches Beisammensein bei Speisen und Getränken wurde über die eindrucksvolle Pferdesegung gesprochen und dem noch recht jungen Hemelner Verein weiterhin Erfolg gewünscht.

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