Neuer Eigentümer

Pforr-Gemälde rettet St.-Matthäus-Kirche in Hermannshagen

+
Eindrucksvoll: Das etwa neun mal drei Meter große Bild „Die Bergpredigt“ malte Pforr 1932 für die Aegidienkirche in Hann. Münden. Seit 1989 hängt es in der  St. Matthäus-Kirche.

Hann. Münden. Die Stadtkirchengemeinde Münden hat die St.-Matthäus-Kirche in Hermannshagen verkauft. Damit ist ein Abriss vom Tisch.

Das Gebäude der ehemaligen St.-Matthäus-Kirche in Hermannshagen ist gerettet: Die Stadtkirchengemeinde Münden hat es an die Alpha-Immobilien GmbH in Witzenhausen verkauft. Gestern übergaben der Kirchenvorstand und Pastor Andreas Risse das Gebäude offiziell an Alpha-Geschäftsführer Olaf Grebe.

Was aus dem ehemaligen Gotteshaus werden soll, stehe noch nicht fest, so Grebe. Grund für den Kauf war das riesige Gemälde des Künstlers Heinrich Pforr: Um dieses zu retten und in der Kirche lassen zu können habe er die ganze Kirche gekauft. Dabei war der Abriss bereits beschlossene Sache: Der Kirchenvorstand hatte sich eine Frist gesetzt, bis zu der ein Käufer für die 2011 entwidmete Kirche hätte gefunden werden sollen, erinnert Pastor Risse. Diese Frist war im April 2016 abgelaufen, aber: Vor dem Abriss musste die Zukunft des Gemäldes gesichert werden, das war eine Bedingung. Die Kirchengemeinde hatte Kontakt in den Nachbarlandkreis nach Großalmerode und Laudenbach aufgenommen, der Heimat des Malers, und unter anderem mit dem Großalmeröder Geschichtsverein nach einer neuen Bleibe für das Bild gesucht.

Zuletzt hatte der Sportverein Laudenbach signalisiert, es im Sportlerheim anbringen zu können. Schließlich habe auch der Altgesellschafter der Firmengruppe, ein großer Fan von Heinrich Pforr, davon erfahren, sagte Olaf Grebe, der deutlich macht, wie wichtig der Maler den Menschen in seiner Heimat ist: „In Großalmerode ist Pforr ein Held.“

So kaufte die Immobilien-Gesellschaft die Kirche. Es werde eine „sportliche Angelegenheit“, nun eine Nutzung um das Bild herum zu entwickeln, aber Grebe verweist auf Erfahrung mit anderen Objekten. „Immobilien sind nicht zum Abreißen da“, sagt er. Das eigene Büro befinde sich auch in einer 150 Jahre alten ehemaligen Fabrikhalle.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.