Pläne von Straßenbauverwaltung und Landkreis Göttingen

Pläne für die B80 in Hann. Münden: Zaun soll Biber schützen

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Unfallopfer: Der 2016  auf der Bundesstraße 80 vor Hann. Münden überfahrener Biber. 

Hann. Münden - Damit künftig keine Biber mehr auf der B 80 im Bereich Letzter Heller bei Laubach überfahren werden, soll ein Zaun ihnen den Weg von der Werra zur Straße versperren.

Der Zaun werde etwa 140 Meter lang und schließe sich ans Betriebsgelände des Kraftwerks an, das bereits eingezäunt ist, so Pia Spahn von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim.

Die Biber versuchten bei ihrer Wanderung im Wasser flussauf und flussab, den Bereich des Kraftwerks zu umgehen. Der Zaun soll sie künftig davon abhalten, dies auf der Bundesstraße zu tun. Wenn die Tiere merken, dass sie am straßenseitigen Flussufer nicht aus dem Wasser können, seien sie gezwungen, die andere, ungefährliche Flussseite zu benutzen.

Nachdem in den Jahren 2016 und 2017 beim Letzten Heller Biber überfahren worden waren, hatten der Landkreis Göttingen, Naturschutzbehörde und Straßenbaubehörde einen Plan entworfen, wie die Biber geschützt werden können. Die Ausschreibung für den Zaunbau werde diesen Monat veröffentlich, so Pia Spahn weiter. Im Mai könnte dann voraussichtlich gebaut werden.

Seit einigen Monaten seien frische Gehölzverbiss-Spuren des Bibers an Weser, Werra und Fulda bekannt, so Kreissprecher Ulrich Lottmann, allesamt im Bereich Hann. Münden, zwischen zwei und sechs Kilometern vom Zusammenfluss der Flüsse entfernt. Es sei denkbar, dass es sich um ein Einzeltier handelt, das in allen drei Flüssen nach Nahrung sucht.

Im Sommer fallen Biber kaum auf, da sie dann in der Regel keine Gehölze verbeißen, sondern von krautigen Pflanzen leben, heißt es in der Mitteilung weiter. So hatten in den vergangenen Wochen auch immer wieder HNA-Leser auf Biberspuren hingewiesen (wir berichteten).

Anzeichen für eine Biber-Burg gebe es bisher nicht, aber bei steileren Uferböschungen nutze der Biber auch Erdhöhlen als Unterschlupf. 

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