Hund und Mensch

Platz vier für Mündener Helmut Raiser bei der Weltmeisterschaft für Deutsche Schäferhunde

Die Sieger: Unser Bild zeigt auf dem Treppchen (von links) die drei Erstplatzierten. Henrik Jensen aus Dänemark (Platz 2), Vit Glisnik aus Tschechien (Platz 1) und Enrique Jimenez aus Spanien (Platz 3) mit ihren Hunden. Ganz links ist Helmut Raiser aus Hann Münden mit seiner Hündin „Raisers Inlay“ zusehen. Er belegte Platz vier.
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Die Sieger: Unser Bild zeigt auf dem Treppchen (von links) die drei Erstplatzierten. Henrik Jensen aus Dänemark (Platz 2), Vit Glisnik aus Tschechien (Platz 1) und Enrique Jimenez aus Spanien (Platz 3) mit ihren Hunden. Ganz links ist Helmut Raiser aus Hann Münden mit seiner Hündin „Raisers Inlay“ zusehen. Er belegte Platz vier.

43 Teilnehmer aus ganz Europa waren bei der Weltmeisterschaft für Deutsche Schäferhunde in Hann. Münden dabei. Ein Mündener belegte den vierten Platz.

Hann. Münden. – Vit Glisnik aus Tschechien war glücklich, mit seinem sechsjährigen Schäferhundrüden „Wow Vikar“ auf dem Siegertreppchen ganz oben zu stehen. Mit 296 von 300 erreichbaren Punkten sicherte sich das Mensch-Hund-Team den Weltmeistertitel der Deutschen Schäferhunde. Platz zwei (294 Punkte) belegte Henrik Jensen aus Dänemark mit seinem vierjährigen Rüden „Angry von Starker Wille“.

Mit nur drei Punkten weniger erreichte der Spanier Enrique Jimenez mit seinem vierjährigen Rüden „Qas de Querien-Can“ Platz drei. Der amtierende Vizeweltmeister Dr. Helmut Raiser aus Münden mit seiner siebeneinhalbjährigen Hündin „Raisers Inlay“ lag mit nur drei Punkten weniger nach den Wettkämpfen am Wochenende auf Platz vier.

Zum fünften Mal in Folge richtete der Schäferhundverein RSV 2000 mit Sitz in Hann. Münden die Weltmeisterschaft der Deutschen Schäferhunde im Stadion auf dem Rattwerder aus. Dr. Helmut Raiser ist der Leiter in Ausbildung und Zucht. 43 Teilnehmer aus Deutschland, Tschechien, Spanien, Italien, Dänemark, der Ukraine, Schweden, Norwegen und der Schweiz waren dabei, um sich mit ihren Hunden in den Disziplinen Fährtenarbeit, Schutzdienst und Unterordnung zu messen.

43 Teilnehmer aus neun Ländern waren am Wochenende zur Weltmeisterschaft der Deutschen Schäferhunde nach Hann. Münden gekommen.

Pro Disziplin konnten maximal 100 Punkte erreicht werden. Für die Mensch-Hund-Teams bedeutete das drei Tage harte Arbeit. Aber auch das erfahrene Organisationsteam mit den Schiedsrichtern und zahlreichen ehrenamtlichen Helfern hat viel Zeit und Energie aufgewendet, um für Teilnehmer und Zuschauer einen optimalen Ablauf zu schaffen. An beiden Tagen verfolgten auf dem Rattwerder zahlreiche Zuschauer die Weltmeisterschaft mit Spannung.

Die Teilnehmer wurden in drei Disziplinen geprüft

Beginn war am Freitag mit Fährtenarbeit in Gimte auf den Ländereien von Claus Baumgärtel. Die Disziplinen Unterordnung und Schutzdienst fanden auf dem Rattwerder statt.

Die Zuschauer waren begeistert vom disziplinierten Verhalten der Hunde und der engen Bindung zum Hundeführer. Als Außenstehender hatte man den Eindruck, dass alle Hunde gleich gut seien. Doch die Richter sahen das etwas kritischer, denn teilweise ging es nur um einen entscheidenden Punkt. „Wir finden hier am Austragungsort der Weltmeisterschaft jedes Mal optimale Bedingungen vor“, machte Ehrenratsvorsitzender Dr. Reinhard Willaschek deutlich.

Hier geht es um Unterordnung: Schäferhund Flaffy muss eine Wand überwinden und seiner Halterin Sabine Klameth ein Holzstück zurückbringen.

Nach den drei anstrengenden Wettkampftagen fand auf dem Sportgelände am Sonntagabend die Siegerehrung statt. Vor der feierlichen Zeremonie der Siegerehrung schritten die Mensch-Hunde-Teams zu dem Lied „We are the Champions“ an den Zuschauern vorbei.

Man sah den Hundebesitzern die Erleichterung an, alles geschafft zu haben. Die Hunde, die diszipliniert und ohne eine Regung zu zeigen, hart gekämpft hatten, kamen nun mit Spielzeug im Maul freudig wedelnd und springend mit ihren Besitzern ins Stadion. (Petra Siebert)

Die Disziplinen Schutzdienst, Unterordnung und Fährtenarbeit

Schutzdienst: Der Hund sucht einen Helfer mit einem Schutzärmel (für den Hund bedeutet der Ärmel Beute) in Verstecken. Hat er ihn gefunden, darf er nur verbellen und erst dann versuchen, den Ärmel an sich zu reißen, wenn er bewegt wird. Auf Kommando muss er sofort loslassen. Mit dabei sind Gehorsamsübungen, bei denen der Hund frei bei Fuß mit seinem Führer neben dem Helfer oder ein Stück hinter ihm hergehen muss. Startet der Helfer einen „Angriff“, darf der Hund wieder am Ärmel zerren. Er darf sich auch nicht beirren lassen, wenn der Helfer mit einem Softstock schlägt. Schläge auf Kopf, Weichteile, Rücken sind streng verboten.

Unterordnung beinhaltet unter anderen Fuß gehen ohne Leine, das Durchgehen einer Menschengruppe, Sitzübung und Ablegen in Verbindung mit Herankommen. Eingefügt sind Wendungen, Tempowechsel und Anhalten. Außerdem muss der Hund bei der Weltmeisterschaft, während ein anderes Mensch-Hund-Team seinen Unterordnungsteil absolviert, unangeleint in einer Entfernung von 30 Schritt zu seinem Hundeführer abliegen und so eine Ablage unter Ablenkung zeigen, eine Hürde überspringen, eine Bretterwand überwinden und dabei ein Holzteil zurückbringen.

Fährtenarbeit: Auf einer Wiese oder einem Acker werden Gegenstände beispielsweise aus Holz, Kunststoff oder Leder ausgelegt. Auf diese Fährte muss der Hund beim Absuchen verweisen, das heißt, er muss die Fährte lesen und verfolgen können. (zpy)

Auch im vergangenen Jahr fand die Weltmeisterschaft für Deutsche Schäferhunde in Hann. Münden statt. Damals belegte der Mündener Helmut Raiser mit 294 Punkte den zweiten Platz.

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