Vor dem Rückrundenstart: Interview mit Türkücüs neuem Trainer Goran Andjelkovic

Plötzlich ziehen alle mit

Gibt jetzt bei Türkgücü Münden die Richtung vor: Goran Andjelkovic. Foto: Schröter

Hann. Münden. In der Mündener Fußballszene ist Goran Andjelkovic so bekannt wie sonst kaum jemand. Nach seinem Weggang aus Grone im vergangenen Sommer wollte der Mündener eine längere Fußballpause einlegen.

Jetzt hat er die Regie beim abstiegsbedrohten Kreisligisten SV Türkgücü Münden übernommen, der mit einem Gastspiel in Rosdorf am Sonntag in die Rückserie startet. Wir sprachen Mit Andjelkovic über seine Beweggründe und Ziele.

Herr Andjelkovic, nach Ihrer Trainerzeit in Grone haben Sie den Angelschein gemacht und hatten vom Fußball eigentlich erstmal genug. Warum jetzt dieser Sinneswandel? Goran Andjelkovic: „Das ist relativ einfach. Ich habe Freunde beim SV Türkgücü und die haben mich gefragt, ob ich ihnen aus der Patsche helfen kann. Und da habe ich mich dann gleichzeitig auch dem Mündener Fußball verpflichtet gefühlt.“ Trainingsauftakt war am 6. Februar. Wie war der erste Monat im neuen Verein? Andjelkovic: „Außerordentlich positiv! Die Jungs haben voll mitgezogen und richtig gut gearbeitet. Die Trainingsbeteiligung war mit durchschnittlich 15 Spielern auch richtig gut. Und natürlich ist es sehr schön, nach so langer Zeit wieder am Rattwerder zu arbeiten.“ Was tun Sie, um die Mannschaft nach der katastrophalen Hinrunde wieder in die Erfolgsspur zu bringen? Andjelkovic: „Ich versuche, den Spielern Selbstvertrauen zu geben. Und ansonsten: Training, Training, Training!“ Wie lautet Ihr Ziel für den Rest der Saison? Andjelkovic: „Den Fußball zu spielen, zu dem die Mannschaft in der Lage ist. Und natürlich den Klassenerhalt zu schaffen.“

Ist das bei elf Zählern Rückstand auf die Nichtabstiegsränge realistisch? Andjelkovic: „Ich denke schon. Das 1:1 im Testspiel gegen Reinhardshagen hat schon mal gezeigt, was die Mannschaft kann. Das Verständnis untereinander ist schon richtig gut und die Jungs sind in der Lage, 90 Minuten hohes Tempo zu gehen. Aber dass es eine ganz schwere Aufgabe wird, steht natürlich außer Frage.“

Welche Rolle werden die Neuzugänge spielen? Andjelkovic: „Eine ganz wichtige. Spieler wie Enzo Buongiorno, Resul Ünal, Leo Sakic, aber auch Ercan Oezcan sind echte Verstärkungen. Und Dzevad Gracic macht als Co-Trainer richtig gute Arbeit.“ Was passiert mit der Mannschaft im Falle eines Abstiegs in die 1. Kreisklasse? Andjelkovic: „Darüber denken wir gar nicht nach. Aber wir alle wollen hier beim SV Türkgücü Münden etwas aufbauen. Und sollten wir tatsächlich absteigen, heißt es einfach Mund abwischen und weitermachen.“ (per)

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