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„Könnte in Katastrophe enden“: Polizei warnt vor Brandstifter in Nordhessen und Südniedersachsen

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Feuer am 1. Mai im Wald bei Bonaforth (Hann. Münden). Nach etwa 3 Stunden war der Einsatz zu Ende.
Feuer am 1. Mai im Wald bei Bonaforth (Hann. Münden). Nach etwa 3 Stunden war der Einsatz zu Ende. Die Polizei geht von Brandstiftung aus, es scheint sich um eine Tatserie zu handeln. (Archivbild) © Feuerwehr Hann. Münden

In Hann. Münden und Nordhessen kommt es immer wieder zu Bränden. Die Polizei vermutet einen Brandstifter.

Hann. Münden/Kassel – Laut Polizei wurden bereits über 40 Feuer in Wäldern gelegt, die meisten in Nordhessen. Im Raum Hann. Münden werden vier Brände dem unbekannten Täter zugeschrieben. Wegen der Trockenheit warnt die Feuerwehr.

Der unbekannte Brandstifter, den die Göttinger und die Mündener Polizei hinter einer Serie von Bränden in Wäldern der Region vermuten, zündelt bereits seit Monaten. Und das vermutlich nicht nur in Südniedersachsen, sondern auch in Nordhessen.

Die Göttinger Polizei zählt zu der Serie in der Region mit Bränden am 11.05.2022 bei Bühren, am 01.05.2022 bei Bonaforth und am 13.03.2022 zwischen Sichelnstein und Lutterberg auch einen Fall aus dem Oktober des vergangenen Jahres. Das bestätigte Jasmin Kaatz, Sprecherin der Polizeiinspektion Göttingen, jetzt auf Anfrage unserer Zeitung. Wie bei den jüngsten Fällen brannte auch damals ein Holzpolter, ein Stapel mit sortiertem Rundholz. Tatort war wie am 01.05.2022 ein Waldstück bei Bonaforth im Mündener Stadtwald.

Auch Brände in Nordhessen: Polizei sucht Zeugen

Die Brände in den Wäldern im Raum Hann. Münden sind zudem vermutlich Teil einer noch viel größeren Serie, die weit nach Nordhessen hineinreicht. Nach Angaben von Matthias Mänz, Sprecher des Polizeipräsidiums Nordhessen, kommt es seit August 2021 in den Wäldern Nordhessens zu einer Serie von Bränden, von denen die Polizei annimmt, dass sie jemand legt. Mit den Fällen in Südniedersachsen seien inzwischen mehr als 40 verschiedene Tatorte bekannt, so Mänz, größtenteils in Nordhessen. „Ob diese Fälle auf das Konto ein und desselben Täters gehen, ist derzeit noch unklar.“ Bislang habe kein Tatverdächtiger ermittelt werden können. In den allermeisten Fällen seien Holzpolter angesteckt worden, aber auch Hochsitze, Hütten und in einem Fall ein Rückeschlepper. Die Ermittler aus Nordhessen und Südniedersachsen stünden in einem engen Austausch.

Feuerwehr von Hann. Münden: Hochgefährliche Situation

Hann. Mündens Stadtbrandmeister Dieter Röthig spricht von einer hochbrisanten Situation. Angesichts der großen Trockenheit im Wald könne jeder Brand „in einer Katastrophe“ enden. Er hofft, dass es der Polizei gelingt, den Täter möglichst schnell zu überführen. Bei Sichelnstein war durch Funkenflug von brennenden Holzstapeln eine rund 5000 Quadratmeter große Fläche in Brand geraten. 120 Feuerwehrleute waren über Stunden im Einsatz. (Ekkehard Maass)

Zeugen gesucht

Der bisher letzte Brand in der Region, der dem Brandstifter zugeschrieben wird, war am Mittwoch, 11.05.2022, in einem Waldgebiet bei Bühren an der Hemelgasse. Gegen 14 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen nimmt die Polizei in Göttingen unter 0551/49 12 11 5 entgegen. Wer auf Touren in Nordhessen etwas bemerkt hat, kann sich auch an die Kasseler Polizei wenden (05 61/91 00).

Im Bereich Einbeck im Landkreis Northeim gab es im vergangenen Jahr eine Brandserie. Der Täter wurde gefasst.

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