Häufig auf Großraumparkplätzen

Polizei in Münden sagt Unfallflucht den Kampf an

Hann.Münden/Dransfeld/Staufenberg. Die Polizei in Hann.Münden zeigt den Unfallfluchten im Verkehr den Kampf an. Mit der Kampagne „Rummss!!! Bleiben sie fair - wählen sie 110“ sollen an erkannten Unfallschwerpunkten die Verkehrsteilnehmer sensibilisiert werden.

Das erklärt Polizeihauptkommissar Mathias Klausch gegenüber unserer Zeitung.

Die Ordnungshüter in der Dreiflüssestadt, auch für Dransfeld und Staufenberg zuständig, reagieren damit auf den rasanten Anstieg der Verkehrsunfallfluchten. Im Jahr 2015 wurden den Angaben zufolge im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariat Hann. Münden 252 Verkehrsunfallfluchten angezeigt. Klausch: „Nachdem im Jahr 2016 eine leichte Entspannung mit 227 angezeigten Delikten zu verzeichnen war, ist für das Jahr 2017 schon jetzt eine deutliche Steigerung dieser Zahl zu erkennen.“ Exakte Zahlen werden erst bei der Statistik 2017 veröffentlicht.

Aktion gegen Unfallfluchten: Der Mündener Hauptkommissar Mathias Klausch klärt auf.

Insbesondere auf Großraumparkplätzen kommt es immer wieder zum sogenannten unerlaubten Entfernen vom Unfallort. Dabei handelt es sich um eine Straftat, die in „besonders gravierenden Fällen sogar den Verlust der Fahrerlaubnis nach sich ziehen kann“, so Hauptkommissar Klausch. Das im Volksmund „Unfallflucht“ genannte Verhalten sei auf keinen Fall ein Kavaliersdelikt. Die Polizei hat in den drei Altkreiskommunen auf Parkplätzen zehn rot-weiße Plakate angebracht. Damit will man einen Appell transportieren. Jedes Kraftfahrzeug in Deutschland „muss mindestens über eine Haftpflichtversicherung gegen Fremdschäden versichert sein“, so Klausch. Ein Entfernen von der Unfallstelle ohne angemessene Wartezeit oder „anderweitig die Beteiligung an einem Unfall bekannt gegeben zu haben, ist also nicht nötig“.

Selbst eine Schramme am Auto mit einem Einkaufswagen sei ein Unfall. Polizei: 05541/9510 oder 110. 

Rubriklistenbild: © picture alliance / Jens Wolf/dpa

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